Der Kreisverband Bad Kissingen der Christlich-Sozialen-Arbeitnehmerunion (CSA) hat bei den turnusgemäßen Neuwahlen im Pfarrgemeindezentrum Waldfenster Dietmar Kirchner als Vorsitzenden einstimmig bestätigt.

Nach seinem kurzen Rückblick auf die Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre ging der dienstälteste Kreisvorsitzende auf das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl ein, ebenso wie auf den fehlenden Nachwuchs bei der CSA. Die Christlich-Soziale Arbeitnehmerschaft ist die Denkfabrik der CSU für die Fragen der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, Familien- und Gesundheitspolitik und sollte es auch bleiben, sagte Dietmar Kirchner.

Diese Themen haben im Wahlkampf bei der CSU keine beziehungsweise nur eine untergeordnete Rolle gespielt, meint Kirchner. Vielmehr sei die Bundestagswahl nicht Themen bezogen, sondern viel zu personalisiert auf die Kanzlerkandidaten gewesen. Dabei müssten die Ziele der CSA nachwievor die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, mehr persönliche Freiheit bei mehr sozialer Gerechtigkeit, die Stabilisierung der Renten und die Erhaltung der sozialen Marktwirtschaft mit einer Schaffung von sozialer Sicherheit in Deutschland, sein, hieß es weiter.

Kirchner ging auch auf den Kreisverband ein, der mit 50 Mitgliedern und einem Durchschnittsalter von 64,4 Jahren auf einen Tiefpunkt angelangt sei. Dieser schrumpfende Aderlass, die Überalterung und der fehlende Nachwuchs führten vor zwei Jahren dazu, dass man sich ernsthaft mit dem Gedanken trug, diesen Kreisverband aufzulösen. Es sollte sich etwas ändern, dem kam aber Corona in die Quere.

Er blickt zurück auf die vielen Denkanstöße und Aktionen zu sozialpolitischen Errungenschaften und die Signale des Kreisverbandes, die in Bayern gesetzt wurden. Aber was haben wir erreicht, fragt Erwin Belz. Geringverdiener und Menschen mit geringer Rente, lassen vielen Familien die Armut spüren. Zur Schaffung von Eigentum muss es für die Arbeitnehmer mehr Anreize geben, bezahlbare Mieten sind neben der Rente und der Pflege die sozialpolitischen Themen dieses Jahrzehntes.

Dank und Anerkennung

In seinem Grußwort ging MdL Sandro Kirchner auf die vom Ergebnis nicht erfreuliche Bundestagswahl ein und forderte die CSA auf, alles dafür zu tun, damit die Union aus dem Tief gelangt. Dem Kreisverband wünschte er, dass es erfolgreich weitergeht und sprach den langjährigen Mitgliedern, die von Dietmar Kirchner geehrt wurden, seinen Dank und die Anerkennung für die Treue zur CSA aus. Anton und Philipp Bauernschubert wurden nach jahrzehntelanger Mitarbeit im Vorstand des Kreisverbandes mit Präsenten verabschiedet.

Ehrung und Wahl

55 Jahre Mitgliedschaft: Gerhard Adam aus Oberthulba

45 Jahre Herbert Winter, ebenfalls aus Oberthulba.

35 Jahre Thomas Schmitt (Thundorf), Karin Renner (Bad Kissingen) und Franz Peter Jörg (Waldfenster).

30 Jahre Erich Fries (Burglauer).

25 Jahre Christa Jansen (Bad Brückenau), Rainer Werner (Oberthulba), Siegfried Schmitt (Thundorf), Reiner Reuß und Elisabeth Wende (beide Hammelburg).

15 Jahre Ursula Pflaum (Bad Brückenau)

10 Jahre Michaela Wedemann (Münnerstadt)

Vorstand Vorsitzender Dietmar Kirchner, seine drei Stellvertreter Franz Peter Jörg, Stefan Saal und Michaela Wedemann, Schatzmeister Moritz Dekant, Schriftführerin Doris Vogel, Beisitzer: Erwin Belz, Gerhard Heilmann, Reiner Reuß, Martin Wende. Kassenprüfer: Anton Bauernschubert und Erich Fries.

Bezirksversammlung Delegierte sind Dietmar Kirchner, Franz Peter Jörg, Michaela Wedemann, Doris Vogel, Stefan Saal.

Landesversammlung Delegierte Dietmar Kirchner, Franz Peter Jörg