Zwei Schwestern sterben auf einer Staatsstraße in Bad Kissingen. Ein 51-Jähriger muss nach einem tödlichen Unfall eine Geldstrafe zahlen. Auch nach dem Gerichtsurteil bleiben Fragen offen.
Update vom 29.09.2026: Warum war der Unfallfahrer unaufmerksam?
Fast elf Monate nach einem tödlichen Verkehrsunfall von zwei Schwestern in Unterfranken ist der Unfallverursacher zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 51-Jährige muss nach der Entscheidung des Amtsgerichts Bad Kissingen 150 Tagessätze zu je 70 Euro zahlen, wie ein Gerichtssprecher sagte.
Zudem verhängte die Kammer ein einmonatiges Fahrverbot für den Angeklagten, der den Sachverhalt nicht bestritten und sich bereits vor der Verhandlung bei den Eltern der Getöteten entschuldigt hatte. Das Urteil ist rechtskräftig.
Fahrer vom Handy abgelenkt? Kein Nachweis möglich
Die Unfallursache konnte auch in dem Prozess nicht eindeutig geklärt werden. Mutmaßlich war der Mann bei der Fahrt am Morgen des 9. November 2025 nahe Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) aus unbekannten Gründen unaufmerksam, wie der Sprecher erklärte.
Ein Gutachter hatte einen technischen Defekt am Fahrzeug des Angeklagten ausgeschlossen, Alkohol und Drogen waren auch nicht im Spiel. Dass der 51-Jährige durch sein Handy abgelenkt gewesen sein könnte, konnte dem Sprecher zufolge nicht nachgewiesen werden. Mit dem Urteil schloss sich das Gericht weitgehend den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung an.
Laut Gutachten war der Angeklagte bei dem Unfall mit etwa Tempo 104 bis 114 unterwegs, erlaubt waren 100 Kilometer pro Stunde. Die leicht erhöhte Geschwindigkeit sei aber nicht unfallursächlich gewesen. Demnach fuhr der 51-Jährige mit seinem Wagen in einer Kurve geradeaus nach links in eine Leitplanke - ohne erkennbare Lenk- und Bremsbewegung, wie die Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung mitgeteilt hatte.
Unfallopfer sterben noch an der Unfallstelle
Danach habe der Mann sein Fahrzeug über die Gegenfahrbahn zurück auf seine Fahrbahn steuern wollen und sei dabei mit dem entgegenkommenden Wagen der 16 und 19 Jahre alten Schwestern kollidiert. Sie hatten vergeblich versucht, auszuweichen.
Die Opfer stammen aus dem Landkreis Bad Kissingen. Die Anteilnahme in der Region war riesig. Die Schwestern, die laut Gutachter nicht schneller als erlaubt unterwegs waren, starben noch an der Unfallstelle. Der Unfallverursacher kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.
Update vom 22.06.2026: Tragödie in Wildflecken: Anklage nach tödlichem Unfall von zwei Schwestern
Rund sieben Monate nach einem tödlichen Verkehrsunfall zweier Schwestern im Kreis Bad Kissingen hat die Staatsanwaltschaft Schweinfurt Anklage gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher erhoben. Dem Mann werde fahrlässige Tötung zur Last gelegt, wie die Behörde mitteilte. Nun muss das Amtsgericht Bad Kissingen entscheiden, ob es zu einem Prozess kommt.
Ein Unfallgutachter hatte ein technisches Versagen als Ursache ausgeschlossen. Ebenso habe es keine Anzeichen für gesundheitliche Probleme des Fahrers gegeben, dessen Wagen am 9. November 2025 bei Wildflecken mit dem Auto der Geschwister kollidiert war.
"Auch eine aktive Handynutzung oder eine tatsächliche Blickzuwendung kann für den konkreten Unfallzeitpunkt nicht mit der notwendigen Sicherheit nachgewiesen werden", teilte die Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung mit.
Keine Lenkbewegung in einer Kurve
Laut dem Gutachten fuhr der 51-Jährige mit seinem Wagen in einer Kurve geradeaus nach links in eine Leitplanke - ohne erkennbare Lenk- und Bremsbewegungen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Anschließend habe der Mann sein Fahrzeug über die Gegenfahrbahn zurück auf seine Spur gelenkt und sei dabei mit dem entgegenkommenden Wagen der Schwestern kollidiert, die noch versucht hatten, auszuweichen. Ob der mutmaßliche Unfallverursacher bei der Fahrt gegen 8 Uhr morgens abgelenkt oder kurzzeitig eingeschlafen war, ist den Ermittlern zufolge unklar.
Der 51-Jährige stand einer Untersuchung zufolge nicht unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol. Laut Gutachten fuhr der Mann bei dem Unfall mit einer Geschwindigkeit von etwa 104 bis 114 Kilometern pro Stunde, erlaubt war Tempo 100. Die leicht erhöhte Geschwindigkeit sei jedoch nicht unfallursächlich gewesen.
Bei dem Zusammenstoß der Autos kamen eine 16-Jährige und ihre 19 Jahre alte Schwester ums Leben. Die Opfer stammten aus dem Landkreis Bad Kissingen. Die Schwestern, die laut Gutachter nicht schneller als erlaubt unterwegs waren, starben noch an der Unfallstelle. Der Mann erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sollte der mutmaßliche Unfallverursacher verurteilt werden, drohen ihm laut Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Update vom 18.02.2026: Unfallgutachter kann viele Dinge ausschließen
Mehr als drei Monate nach dem tödlichen Verkehrsunfall zweier Schwestern in Unterfranken schließt ein Unfallgutachter technisches Versagen als Ursache aus. Ebenso gibt es keine Anzeichen für gesundheitliche Probleme des Fahrers, dessen Auto am 9. November 2025 in der Nähe von Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) mit den Geschwistern kollidierte. Laut dem Gutachten fuhr der 50-Jährige mit seinem Fahrzeug in einer Kurve geradeaus in eine Leitplanke - ohne erkennbare Lenk- und Bremsbewegung, wie die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mitteilte.
Anschließend habe der Mann sein Auto über die Gegenfahrbahn zurück auf seine Spur gelenkt und sei dabei mit dem entgegenkommenden Wagen der Schwestern zusammengestoßen, die noch versucht hatten auszuweichen. Ob der mutmaßliche Unfallverursacher während der Fahrt gegen 8 Uhr morgens abgelenkt oder kurzzeitig eingeschlafen war, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Beschuldigten wegen fahrlässiger Tötung. Der Mann hat sich bisher nicht zum Unfallhergang geäußert, teilte die Behörde mit. Eine Untersuchung ergab, dass der 50-Jährige nicht unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand.
Laut Gutachten fuhr der Mann bei dem Unfall mit etwa 114 km/h, erlaubt waren 100 km/h. Die leicht überhöhte Geschwindigkeit war jedoch nicht unfallursächlich. Bei dem Zusammenstoß der Fahrzeuge wurden eine 16-Jährige und ihre 19 Jahre alte Schwester getötet. Die Opfer stammten aus dem Landkreis Bad Kissingen. Die Schwestern, die laut Gutachter nicht schneller als erlaubt unterwegs waren, starben noch an der Unfallstelle. Der Mann wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Sollte der mutmaßliche Unfallverursacher zur Verantwortung gezogen werden, könnte er laut Staatsanwaltschaft mit einer Geldstrafe, aber auch mit einer Freiheitsstrafe, möglicherweise auf Bewährung, belegt werden. Der Fall hatte hohe Anteilnahme ausgelöst.
Update vom 21.11.2025: Blutergebnisse sind eindeutig
Nach dem tödlichen Unfall bei Wildflecken liegt die Blutuntersuchung des mutmaßlichen Verursachers vor. Wie die Polizei Unterfranken berichtet, befanden sich im Blut des 50-Jährigen weder Drogen noch Alkohol.
Am Sonntag (9. November 2025) kam es am Morgen zu dem Unfall im Landkreis Bad Kissingen. Der 50-Jährige kam wohl von der Fahrbahn ab und als er gegenlenkte, ist er mit einem Fahrzeug im Gegenverkehr kollidiert. Im anderen Auto befanden sich zwei Schwestern (16 und 19), die den Unfall nicht überlebt haben.
Die zuständigen Beamten der Polizei Bad Brückenau ermitteln weiterhin mit dem Sachverständigen und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt zur Unfallursache.
Update vom 17.11.2025: Ermittlung gegen mutmaßlichen Unfallverursacher
Gut eine Woche nach einem tödlichen Verkehrsunfall von zwei Schwestern in Unterfranken ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher. Ob der 50-Jährige bei seiner Vernehmung etwas zu dem Unfall und dem Vorwurf gesagt hat, wollte ein Polizeisprecher mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht sagen. Die Unfallursache stehe noch nicht fest. Das entsprechende Sachverständigengutachten liege noch nicht vor. Auch das Ergebnis der Blutuntersuchung des 50-Jährigen stehe noch aus.
Bei einem Unfall am 9. November nahe Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) waren eine 16-Jährige und ihre 19 Jahre alte Schwester getötet worden. Die Opfer stammten aus dem Landkreis Bad Kissingen. Für die Familie wurde eine Spendenaktion gestartet.
Der 50-Jährige war nach bisherigen Erkenntnissen mit seinem Wagen nach links von der Straße abgekommen, hatte eine Leitplanke touchiert und war schließlich mit dem entgegenkommenden Auto der Frauen zusammengeprallt. Die Schwestern starben noch an der Unfallstelle. Der Mann kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.
Originalmeldung vom 09.11.2025: Tödlicher Unfall - Schwestern (16 und 19) gestorben
Am Sonntagmorgen (9. November 2025) ist es im Kreis Bad Kissingen bei Wildflecken zu einem Frontalzusammenstoß zweier Autos gekommen. Bei dem Unfall starben zwei junge Frauen, wie das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet.
Demnach war ein 50-jähriger Mann mit seinem Wagen gegen 8 Uhr auf der Staatsstraße 2267 von Langenleiten in Richtung Wildflecken unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache kam er mit seinem Auto nach links von der Fahrbahn ab, touchierte die Leitplanke, zog mittig zurück in seine Fahrspur und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Auto.
Schwerer Frontalcrash: Schwestern (16 und 19 Jahre) sterben in Unterfranken
Die jungen Frauen im Alter von 16 und 19 Jahren starben noch an der Unfallstelle. Später wurde bekannt, dass es sich bei den beiden um Schwestern aus dem Kreis Bad Kissingen handelte. Dies bestätigte eine Polizeisprecherin am Montag gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Der Mann kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Beide Autos waren schwer beschädigt und mussten durch einen Abschleppdienst geborgen werden.
Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Bad Brückenauer Polizei, welche von umliegenden Dienststellen unterstützt wurden. Den Einsatzkräften bot sich vor Ort eine psychische Ausnahmesituation, wie unsere Kollegen vom Fränkischen Tag berichten (Plus-Inhalt): "Erst später realisiert man, wie schlimm es eigentlich ist“, betonte der Feuerwehrkommandant demnach.
Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Kreisstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge gesperrt. Die Polizei wurde auch hierbei durch die örtlichen Feuerwehren aus Wildflecken und Langenleiten unterstützt.