Fast 250 Skulpturen aus Bronze, Stein und Holz aus der Bildhauerwerkstatt von Klaus und Heike Metz waren am Wochenende in der Gemeinschaftsausstellung "Tragbare Kunst" in deren Atelier in Langenleiten zu bewundern. Als Gastaussteller zeigte der Bad Kissinger Goldschmied Malte Meinck ebenfalls einige davon, allerdings stark verkleinert zu Schmuckskulpturen in Edelmetall.

"Ich setze die Werke der beiden Bildhauer in eine andere Dimension um", beschreibt Malte Meinck (56) seine Arbeit mit dem Künstlerpaar Metz. "Ich transportiere ihre Skulpturen in eine neue Dimension und mache ihre Kunstwerke am Körper tragbar."

Begonnen hatte die Zusammenarbeit im vergangenen Sommer, nachdem Meinck bei einem Werkstattbesuch in Langenleiten die Miniaturen von Heike Metz (50) entdeckt hatte. "Ihre Miniaturplastiken sind fast schon Schmuck." Hier sieht sich der Goldschmied eher in einer "dienenden Funktion", da er diese Miniaturen nur noch in Edelmetall umzusetzen und, ergänzt mit Kette und Perlen oder Edelsteinen, "schmückende Arrangements" zu schaffen braucht.

Der 3D-Drucker kam zum Einsatz

Schwieriger ist es bei den oft lebensgroßen Skulpturen von Klaus Metz (52). Skeptisch hatte sich der erfahrene Goldschmied anfangs gefragt, ob die Qualität des Originals bei der Umsetzung zu Schmuck erhalten bleibt. Doch Meincks Versuche waren erfolgreich. Mit Einsatz eines 3D-Scanners und eines 3D-Druckers gelingt in mehreren Schritten die Schaffung eines maßstabsgerechten Modells. Nach Abschluss der computergestützten Vorarbeit beginnt dann das klassische Goldschmiede-Handwerk.