Glück im Unglück hatten die Bewohner einer Bildungs- und Begegnungsstätte in Bad Kissingen in der Nacht zum Samstag, 6. August, als der Dachstuhl in Brand geriet. Kurz nach Mitternacht wurden die Feuerwehren Garitz, Bad Kissingen, Albertshausen, die Unterstützungsgruppe Einsatzleitung, die Kreisbrandinspektion sowie das Bayerische Rotkreuz und die Polizei gerufen, wie Stadtbrandinspektor Harald Albert informierte.

Da die Leitstelle Schweinfurt dem Einsatzleiter der Feuerwehr schon auf der Anfahrt weitere eingehende Notrufe mitteilte, und darüber informierte, dass auch die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte, ließ dieser noch die Feuerwehren Arnshausen und Reiterswiesen nachalarmieren.

Der Einsatzleiter teilte den Einsatz in drei Abschnitte. Im ersten wurde das Feuer von außen über die Drehleiter und mit dem Löschgruppenfahrzeug 1 von Bad Kissingen bekämpft. In Abschnitt 2 wurde das Feuer von Innen gelöscht. Hier waren das Löschgruppenfahrzeug 2 und der Rüstwagen der Feuerwehr Bad Kissingen, unterstützt von der Feuerwehr Albertshausen, mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser und Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Arnshausen im Einsatz. Im Abschnitt 3 baute die Feuerwehr Garitz die Löschwasserversorgung für die eingesetzten Feuerwehren auf. Die zweite Drehleiter aus Bad Kissingen und die Feuerwehr Reiterswiesen standen bereit, da am Anfang die Lage unklar war.

Beim Löschen des Brandes von innen entdeckte die Feuerwehr sogar noch eine Person, die schlief. Sie wurde sofort aus dem Haus gebracht. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Gäste des Hauses, das evakuiert wurde.

Der Einsatzleiter Feuerwehr wurde durch die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung unterstützt, die den Funkverkehr übernahm und die Dokumentation führte. Über die Drehleiter und im Innenangriff konnte das Feuer schließlich schnell gelöscht werden, berichtet Harald Albert weiter. Es habe sich herausgestellt, dass ein Klimagerät auf dem Dach in Brand geraten war. Nach rund zwei Stunden konnten die Gäste wieder ins Gebäude zurück, und eine halbe Stunde später rückten die Einsatzkräfte wieder ab. Verletzte gab es keine.

Stadtbandinspektor Harald Albert betonte ausdrücklich, wie gut und reibungslos die Einsatzkräfte zusammengearbeitet hätten.