Der Adventsmarkt auf dem Kreuzberg präsentierte sich am 1. Adventswochenende mit vielen Angeboten und Produkten aus der Region.

Am Freitag liefen "die Geschäfte" ab 12 Uhr zwar erst einmal zögerlich an. Das war auch in den Jahren zuvor immer so. Doch zum späten Nachmittag, kehrte mehr Leben ein. Die Besucher informierten sich bei einem Rundgang, trafen alte Bekannte, verweilten auf eine Schwätzchen. Hast oder Hektik kamen gar nicht erst auf.


Kein Weihnachtskitsch

Alle Standbetreuer hielten sich an alte Forderungen des Klosters, keinen Kitsch anzubieten, sondern Volkskunst: Gebasteltes, Gehäkeltes, Gestricktes und Gesticktes, Hölzernes und Tönernes.

Für den Magen war ebenfalls bestens gesorgt, denn die Klosterwirtschaft hatte geöffnet. Nach längerer Pause, das Kloster war seit 27. Oktober geschlossen, mundete das Klosterbier. Pater Georg informierte sich bei einem Rundgang und freute sich besonders über den Ruanda-Stand, da er selbst vor einigen Jahren dieses Land besucht hat. Die Bilderwand rief viele Erinnerungen an Land und Leute wach.

Am Samstag gab es manchmal kaum ein Durchkommen, so viele Interessenten hatten sich eingefunden. Keramik und Kerzen, Schmuck und Kreuze, aus verschiedenen Materialien fanden guten Absatz.


Kreuzbergmusikanten spielten

Als gegen 15 Uhr die Kreuzbergmusikanten zu musizieren begannen, kam richtige Adventsstimmung auf. Die "alten Herren" aus dem weiten Umkreis des Heiligen Berges der Rhön brachten, sauber intoniert, altbekannte Weisen zu Gehör und ernteten kräftigen Applaus. Dirigent Franz Reder aus Haselbach dürfte mit fast 81 Jahren der Älteste des Ensembles sein. Der Jüngste ist Franz Kissner aus Windshausen, ebenfalls schon im Rentenalter. Seit Jahrzehnten pflegen diese Musiker die Freundschaft mit dem Kloster. Man merkt ihnen die Freude und Begeisterung am Musizieren bei jedem Auftritt an.

Das kühle, trockene Wetter am Sonntag meinte es gut mit den Besuchern. Der Nikolaus nahm sich der Kinder an und überreichte kleine Geschenke. Als es um die Mittagszeit dann auch noch zu schneien begann, hofften alle auf eine richtige schöne Winterkulisse, die aber dann doch nicht zustande kam. Überall, ob draußen oder drinnen, herrschte rege Betriebsamkeit. Der dreitägige Markt war erneut ein Erfolg.