Zum ersten Mal hat Sabine Frank in einer der letzten Nächte "Corona Borealis" entdeckt. Die "Nördliche Krone" - ein Sternbild, das man von uns aus nur im Frühjahr am Nachthimmel erkennen kann. Und das momentan besonders gut, sagt die Chefin des Sternenpark Rhön. Klarer Himmel, keine Wolken, nirgends Kondenzstreifen von Flugzeugen - "clear skies", wie die Sternengucker sagen. Zwar darf wegen der Corona-Krise weder sie noch ein anderer Sternenführer im Moment auf Tour gehen. Dafür kann "der gemeinsame Blick in den Himmel" gerade jetzt in diesen schwierigen Zeiten Menschen miteinander verbinden.

"Wir wollen die Leute animieren, raus auf den Balkon zu gehen - oder in ihren Garten - und von da aus unseren schönen Sternenhimmel zu beobachten", sagt Sabine Frank. Seit Jahren ist sie unermüdlich im Einsatz - für den Schutz der Nacht. Im letzten Jahr hat der Sternenpark Rhön Fünfjähriges gefeiert. Im Frühjahr 2019 ist das Team endlich gewachsen: Eine Arbeitsgruppe wurde einberufen - länderübergreifend. Im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön kümmert sich seither Julia Rösch von Oberelsbach aus mit um den Sternenpark Rhön und darum, dass die Nacht wieder richtig dunkel wird.