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Schmittwerke wieder auf Kurs


Autor: Redaktion

Bischofsheim an der Rhön, Dienstag, 26. Dezember 2017

Nach der Insolvenz freut sich die Firma über vielversprechende Aufträge.
Jürgen Enders (li) und Martin Hein führen ab sofort die MSB Schmittwerke. MSB Schmittwerke/Anja Himer


Ein hartes Jahr liegt hinter dem Bischofsheimer Maschinenbau-Unternehmen MSB Schmittwerke. Der Familienbetrieb musste Ende 2016 Insolvenz anmelden. Die Neuausrichtung ist geglückt: Seit 1. Dezember ist die Insolvenzphase beendet, die Führung übernehmen zwei Fachkräfte aus eigenen Reihen. Die Arbeitsplätze bleiben erhalten, die Auftragslage ist vielversprechend.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1900 gegründet und bis zur Neuausrichtung als Familienbetrieb in vierter Generation geführt. Die Geschäftsführung haben Martin Hein, seit 2016 kaufmännischer Leiter im Unternehmen, und Jürgen Enders, technischer Leiter und seit 35 Jahren im Betrieb, übernommen. Die Insolvenz, so der ehemalige Banker Hein, "war eine echt harte Nummer", hatte aber auch ihre Vorteile, man konnte sich von Altlasten trennen. Die MSB Schmittwerke "gehen gestärkt aus der Sanierung hervor", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Kunden und Lieferanten würden dafür sorgen, dass das traditionsreiche Unternehmen weiterhin auf den Weltmärkten bestehen bliebe. Die Familie Schmitt bleibt Gesellschafter. "Nur durch den starken Zusammenhalt aller Beteiligten konnte die Sanierung gelingen", unterstreicht Jürgen Enders dankbar.

155 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben weiterhin ihren Arbeitsplatz bei MSB Schmittwerke. Alle Mitarbeiter der Schwesterfirma IBS Industriemaschinen-Bergbau-Service GmbH und deren vollständige Geschäftstätigkeit werden von MSB übernommen.

Wesentliche Umsatzträger sind der Sondermaschinenbau und die Auftragsfertigung. "Hier haben wir ganz klar unsere Stärken", so Jürgen Enders mit Überzeugung. Insgesamt ruht das Leistungsspektrum auf drei Säulen, dem Sondermaschinenbau für die Automobil- und Flug-zeugindustrie, der Auftragsfertigung sowie Ausrüstungen für den Berg- und Tunnelbau.

"Die Auftragslage ist gut, die gute konjunkturelle Lage kommt uns entgegen", so Enders. Die zivile Luftfahrt und die Automobilindustrie haben hohe Auslastungen. Aber: "Wir wollen nichts beschönigen. Vor uns liegt harte Arbeit", sagen Hein und Enders. Dringend werden Fachkräfte benötigt, vor allem CNC-Fräser und CNC-Dreher.

Weiterhin können sich junge Leute um einen Ausbildungsplatz als Industriemechaniker/in, Konstruktionsmechaniker/in und Mechatroniker/in bewerben. Alle Azubis, die im kommenden Jahr ihre Ausbildung abschließen, werden übernommen.