Noch ist die Baustelle in der Schlüchterner Straße recht dreckig und schlammig, doch der
Rohbau steht, und in den Gebäuden gibt es keine nassen Füße mehr. "Der Bau macht große Fortschritte", meint Rainer Lapp, der neben dem Sterbfritzer Rewe auch die Filialen in Gelnhausen, Büdingen und Ranstadt betreibt. Kürzlich besichtigte er zusammen mit Bürgermeister
Carsten Ullrich (SPD) die Baustelle.

Zunächst wagten die beiden einen Blick in den Getränkemarkt, der in einem extra Gebäude untergebracht ist. "600 Quadratmeter stehen uns hier an Verkaufsfläche zur Verfügung, im alten Markt sind es nur 480 Quadratmeter", informiert Lapp. Eine Besonderheit des Marktes wird es neben den beiden Rückgabe-Automaten geben: Ein Waschbecken. "Damit man sich die Hände waschen oder Reste aus Flaschen auskippen kann", erklärt der Rewe-Markt-Inhaber. Über die Verdopplung des bisherigen Flaschen-Rückgabe-Automaten freut sich auch Carsten Ullrich. "Dann müssen die Leute nicht immer hinter mir warten, wenn ich meinen 25 Euro-Pfand-Bon hole", scherzt der Rathauschef.

Vom Getränkemarkt geht es hinüber in den deutlich größeren Lebensmittelmarkt - auf 1300
Quadratmetern Verkaufsfläche (bislang sind es 750 Quadratmeter) sollen die Kunden ab 21. März alles finden, was das Herz begehrt. Der Markt soll sich laut Lapp durch eine ansprechende Einrichtung und ein kundenfreundliches Angebot auszeichnen. Sogenannte "Sortiments-Welten" sollen es den Kunden einfach machen, sich schnell und bequem zurechtzufinden.

"Nun können wir das komplette Sortiment auffahren, das sind immerhin 50 Prozent mehr als jetzt", meint Rainer Lapp. Neben der Aufstockung an Drogerie-Artikeln bietet der Rewe-Markt dann eine Salatbar, frisches Sushi und das sogenannte Landmarkt-Programm. "Regionale Händler vor Ort können dann bei uns ihre Waren verkaufen", erklärt Lapp.

Außerdem verbessert sich der Markt in punkto Breite: Die Gänge wachsen um 20 Zentimeter. Auch die Parkplätze bieten mit jeweils drei Metern Breite genügend Raum: 100 Stück sollen es werden.

Bis zur Eröffnung am 21. März muss noch einiges gearbeitet werden, es fehlen Verkabelung, Rohre, Heizung, Beleuchtung und der Innenausbau. Das Pultdach ist freitragend, die fünf je 7,5 Tonnen schweren Trägerbalken halten das Dach ohne weiteren Stützpfeiler. "Die offene Bauweise soll Marktcharakter symbolisieren", erklärt Rainer Lapp, "es wird ein schmucker Laden".

Mitumziehen werden auch die Bäckerei Happ sowie der Metzger Müller. Beide können sich
vergrößern. Das Café wird rund 30 Sitzplätze bieten, eine Terrasse ermöglicht den Kaffee im Freien. "Insgesamt, also mit Bäcker und Metzger, arbeiten dann rund 70 Mitarbeiter hier", informiert Lapp.

Technisch ist der Rewe-Markt auf dem neuesten Stand: Nach Green Building-Bauweise konzipiert, wird er wesentlich weniger Energie verbrauchen als der bisherige Markt. Beheizt wird er ausschließlich mit Wärmerückgewinnung aus den Kühlmöbeln, die mit verglasten Türen versehen sind. Ein energiesparendes LED-Beleuchtungssystem und der Einsatz von Grünstrom sind ebenfalls Bestandteile des Konzepts. Julia Kreß