Im Obst- und Gartenbauverein Oberleichtersbach zeigen sich seit Übernahme der Führung durch Maria Knüttel und Simone Zeier neue Ideen, die aber immer auf Bewährtem aufbauen. Seit nunmehr September 2021 ist der Verein in den Händen der neuen Generation, die noch immer Hand in Hand mit den Mitgliedern der ersten Stunde zusammenarbeitet. So wurden in den vergangenen Monaten in gemeinsamer Schaffenskraft nicht nur Schnitt- und Säuberungsaktionen sowie das über Jahre an Tradition gewonnene Würzbüschelbinden umgesetzt, sondern auch neue Dekorationen, wurde bei der Jahreshauptversammlung am 3. Mai bilanziert.

Das Vorstandsteam gab seinen Mitgliedern, verbunden mit vielen Worten des Dankes, einen Rückblick auf ein tatkräftiges und liebevolles Wirken. "Ohne die Unterstützung unserer treuen und routinierten Mitglieder hätten wir die anfallenden Aufgaben nicht bewältigen können" würdigte Maria Knüttel das Einbringen vor allem der bereits langjährig dem Verein Zugehörigen. Die insgesamt 66 Mitglieder des Vereins stellten sich der Herausforderung, Altbewährtes mit Neuem zu kombinieren und setzten die Veränderungen mit großem Engagement um.

Gemeinsame Ausflüge und Festbetriebe

In die Zukunft blickte der Verein, wonach gemeinsame Ausflüge und Festbetriebe wieder aufleben sollen; im Besonderen der jährliche Ausflug der sogenannten Gießfrauen und -männer, die sich nach einem gemeinsamen Plan unermüdlich um das Wässern der Blumen an den gemeindlichen Orten kümmern und diese zugleich gepflegt halten, soll nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder aufleben. Auch eine Kräuterwanderung, das Binden der Würzbüschel und ein Sommerferienprogramm für Kinder sind angestrebt. Für den Spätsommer ist ein Fotoabend in Planung, bei dem Bilder der nun zehn Jahre zurückliegenden 1200-Jahr-Feier vorgestellt, aber zugleich auch der Blick auf das Wirken des Vereins in den vergangenen Jahrzehnten gerichtet werden soll.

Viele Zeitungsberichte und Fotos gemeinsamer Projekte, aber auch geselliger Ausflüge durfte die neue Vorstandschaft in den übergebenen Vereinsunterlagen finden: "Wir haben so tolle Bilder und Berichte vorgefunden, die wir nicht einfach wieder in ihre Ordner zurücklegen wollen, wir wollen gemeinsame Erinnerungen wieder aufleben lassen, und an diese anknüpfen." Geplant ist auch, eine Kindergruppe mit regelmäßigen Veranstaltungen, um bereits die Jüngsten für die Natur zu begeistern und ihnen die Notwendigkeit des Erhalts dieser zu vermitteln.

Über 40 Jahre aktiv

Finaler und wohl wichtigster Punkt der Jahreshauptversammlung waren die Ehrungen der langjährigen Mitglieder Irene Kirchner und Gisela Vornwald. Bereits 1982 sind sie dem Verein beigetreten und haben sich über 40 Jahre hinweg aktiv eingebracht. Irene Kirchner war von 1992 bis in das Jahr 2021 Kassiererin, immer aktive Gießfrau, helfende Hand bei Säuberungsaktionen und präsent auf allen Veranstaltungen des Vereins.

Gisela Vornwald wurde mit Eintritt in den Verein 2. Vorsitzende und führe dieses Amt bis 1984 aus. In den Jahren 2016 bis 2021 gehörte sie als Beisitzerin dem Vorstand an. Auch sie ist aktive Gießfrau, fleißige Helferin vor allem bei Backofenfesten und steht unermüdlich mit Rat und Tat zur Seite. "Wir ehren heute eure treue und wertvolle Ehrenamtsarbeit, ohne die unser Verein nicht bestehen könnte", so Simone Zeier. Die Verleihung der offiziellen Urkunden durch den Kreisverband musste leider kurzfristig zurückgestellt werden, da dessen Repräsentant verhindert war. Dem Applaus aller Anwesenden tat dies jedoch keinen Abbruch, und der große Dank des Obst- und Gartenbauvereins an seine Jubilare war unverkennbar. Dank und Anerkennung gab es auch vom 1. Bürgermeister Dieter Muth, der vor allem die reibungslose Übergabe der Vereinsführung und die beibehaltene Fürsorge der Altmitglieder betonte. "Jung und Alt, Hand in Hand, ist etwas ganz besonderes, das bewahrt werden muss, denn ohne den Obst- und Gartenbauverein würde dem Ort etwas Wichtiges fehlen."