Ganz im Zeichen des Friedenswunsches für die Ukrainie stand der Samstagabend in der evangelischen Kreuzkirche in Wildflecken. Zur Gitarrenmusik von Volker Waldau (Riedenberg) hatten die Zuhörer die Möglichkeit, Gedanken zum Frieden fließen zu lassen.

Die Auswahl der Musikstücke gab die dazu nötigen Impulse: Insbesondere der dritte Song des einleitenden Teils "The Nearness of You" von Norah Jones (Gitarrenbearbeitung von V. Waldau) bildete die Sehnsüchte nach Frieden für die - nun oft über 1500 oder mehr Kilometer getrennten - ukrainischen Familien ab.

Volker Waldau lud in seinen sehr persönlich gehaltenen Kommentaren zu den Musikstücken dazu ein, nicht nur die Chancen für einen (äußeren) Waffenstillstand groß zu schreiben, sondern auch den Ursprung des Friedens zu erkennen: durch die Botschaft Jesu Christi den Frieden als das die Menschheit umfassende Angebot Gottes zu sehen und auch für sich selbst im Inneren anzunehmen.

Bei dem Bossa Nova "Corcovado" von Antonio Carlos Jobim wurde die Friedenssymbolik durch die Christusstatue in Rio de Janeiro (auch mit ausgeteilten Fotos) anschaulich gemacht.

Nach weiteren Liedern, unter anderem von den Beatles und Simon & Garfunkel, schloss sich gegen Ende des Abends das musikalische Gebet über den Choral "Verleih uns Frieden gnädiglich" an.

Der gut einstündige Konzertabend endete mit dem gemeinsam gesungenen Segenslied "Bewahre uns Gott" von Eugen Eckert (Melodie: Anders Ruuth, Gitarrenarrangement: V. Waldau).

Nach dem musikalischen Teil fand im Anschluss im Gemeinderaum ein Zusammensein bei Kaffee und Tee statt. Der Erlös des Konzerts geht zu gleichen Teilen an "Ärzte ohne Grenzen" und die "Diakonie Katastrophen- und Soforthilfe", zweckgebunden für das jeweilige Engagement in der Ukraine. Die überschaubare Zuhörerschaft von 20 Personen verabschiedete sich immerhin mit einem Spendenvolumen von 450 Euro (die Spende der Kommune von 100 Euro inklusive). Sogar eine in Berlin lebende Wildfleckenerin ließ es sich nicht nehmen, mit ihrem Ehemann das Konzert zu besuchen. Pfarrer Bergk dankte für die kleine, aber feine Zuhörerschaft, die mitunter nach einzelnen Stücken neben dem Applaus auch mit persönlicher Rückmeldung dem Konzertgitarristen ihren Tribut spendete.