Im künftigen Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Volkers sollen künftig zwei Fahrzeuge unterkommen: ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W PFPN 10-1000), das für 160 000 Euro angeschafft werden soll. Und ein bereits bestehendes TSF, Baujahr 1997. Letzteres soll nach Indienststellung des neuen Autos zum Mannschaftstransportwagen ohne Pumpe umgerüstet werden.

Die Regierung von Unterfranken soll den Neubau des Feuerwehrhauses mit zwei Stellplätzen finanziell fördern. Um die Notwendigkeit des zweiten Stellplatzes für das vorhandene TSF anzuerkennen, braucht die Würzburger Behörde einen Beschluss des Stadtrates. Der sollte versichern, dass bei der Volkerser Wehr innerhalb der nächsten fünf Jahre das noch umzubauende TSF vorhanden sein wird.

Im Stadtrat sorgte das für Unverständnis. Dirk Stumpe (PWG) fragte, "warum wir nochmal abstimmen sollen". Das Volkerser Feuerwehrhaus werde doch gebaut, weil der Bedarf für eine Vergrößerung da sei. Bürgermeister Jochen Vogel (CSU) sah "den Amtsschimmel in voller Lautstärke wiehern".

Michael Worschech, Geschäftsleiter der Bad Brückenauer Verwaltung, erklärte der Redaktion nach der Sitzung auf Nachfrage, dass nicht ganz klar gewesen sei, dass das vorhandene Volkerser TSF erhalten und umgebaut werden soll. Wie das geschehen soll, berichtete Feuerwehrreferent Claudio Kleinhans im Stadtrat. Demnach solle die alte Pumpe aus dem Fahrzeug raus und durch Sitzbänke ersetzt werden. Das Auto werde dann als Mannschaftstransportwagen genutzt. Darüber hinaus sei man an der neuen Bedarfsplanung für die Feuerwehren dran.

Und so versicherte der Stadtrat einstimmig, dass das bisherige Volkerser TSF die nächsten fünf Jahre erhalten bleibt. Gleichzeitig beschloss das Gremium im Vorgriff auf die Finanzplanung 2021, für die Freiwilligen Feuerwehren Volkers und Römershag je ein TSF-W PFPN 10-1000 anzuschaffen.

Dazu kommt ein drittes, baugleiches Fahrzeug, das gemeinsam mit dem Markt Zeitlofs gekauft werden soll. Standort wäre Rupboden. Einen Beschluss in dieser Klarheit hatte ebenfalls die Regierung gefordert.

Einstimmig fielen auch die Beschlüsse zu den Gewerken fürs neue Volkerser Feuerwehrhaus aus. Die Erd- und Betonarbeiten übernimmt die Firma Sitte aus Bad Brückenau für 133 436 Euro. Die Elektroin­stallation führt die Firma Knüttel aus Bad Brückenau für 139 869 Euro aus.

Und die Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten bekam die Firma MHT Haustechnik aus Grabfeld zugesprochen. Damit liegen die bisher vergebenen Gewerke rund 250 000 Euro unter der Kostenschätzung.