Bastian Ott und Daniel Heuler stellten in der jüngsten Sitzung des Wildfleckener Marktgemeinderates ihr Konzept für eine neue Ferienanlage mit Tiny-Houses (winzige Häuser), maximal 30 Wohnmobilstellplätzen und Zeltplatz in Wildflecken im Bereich der ehemaligen Verladerampe unweit des alten Bahnhofs vor. Als Zielgruppe sind vor allem Kurz-Urlauber gedacht.

Trend: Naherholung

Denn in den winzigen Tiny-Houses dauerhaft zu wohnen, komme aufgrund des geringen Platzangebotes nicht in Frage. Mit der Ferienanlage soll der aktuelle Trend der Naherholung aufgegriffen werden. Geplant ist das Vorhaben ziemlich genau entlang der früheren Panzer-Verladerampe in Wildflecken zwischen der sogenannten "Roten Brücke" und dem ehemaligen Wildfleckener Bahnhof. "Ein Konzept mit vielen Berührungspunkten zu unserem Tourismuskonzept", so Bürgermeister Gerd Kleinhenz (PWW).

Konkurrenz: Campingplatz

Holger Trump (CSU/PWG/OWII) machte darauf aufmerksam, dass in unmittelbarer Nähe drei Wohnhäuser stehen. Die Interessen der Anwohner müssten daher berücksichtigt werden. Herbert Nowak (CSU/PWG/OWII) lobte die Kreativität des Konzepts, warnte aber auch davor, dem bestehenden Campingplatz in Oberwildflecken eine zu große Konkurrenz zu schaffen. "Wir wollen nicht, dass der langjährige Betreiber in Oberwildflecken durch das neue Projekt Probleme kommt", so Nowak. "Wir haben als Kommune auch eine Verantwortung für unsere Gewerbetreibenden." Wolfgang Illek (CSU/PWG/OWII) pflichtete bei: "Wir müssen wirklich schauen, dass wir den einheimischen Gewerbetreibenden nicht die Existenzgrundlage nehmen."

Grundstücksfragen klären

Das Areal entlang der früheren Verladerampe ist großflächig versiegelt und befindet sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die für den Staat unter anderem Konversionsflächen verkauft und verwertet. Daher müssen zunächst einmal etliche Grundstücksfragen geklärt werden, ehe das Konzept in eine Bauvoranfrage mündet. Einen Bebauungsplan gibt es in dem Bereich nicht.

Campingplatz soll größer werden

Ralf Köhler stellte den Antrag auf Erweiterung des bestehenden Campingplatzes in Oberwildflecken um 31 Wohnwagenstellplätze, zehn Wohnmobilstellplätze, zwölf Kfz-Stellplätze und Zeltplatz. "Die zusätzlichen Stellplätze werden dort dringend benötigt, denn der Trend hin zum Camping ist ungebrochen", so Bürgermeister Kleinhenz. Das Grundstück ist bereits erschlossen. Das Vorhaben fügt sich in die Umgebung ein. Die Bauvoranfrage hatte das Gremium bereits einstimmig befürwortet. Der Antrag wurde nun einstimmig befürwortet.

Der Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in der Neuglashüttener Straße in Wildflecken wurde bewilligt. Hierbei handelt es sich um ein Grundstück im neuen Wildfleckener Baugebiet Oberer Kapellenweg. Die Bauplätze im Neubaugebiet sind nach Auskunft von Geschäftsleiter Daniel Kleinheinz bereits vollständig verkauft. Der Gemeinderat stimmte der bislang geplanten Höhe der Garage allerdings nicht zu. Alle anderen Punkte des Bauantrages wurden inklusive der Abweichungen von Bebauungsplan bewilligt. Zwei Pultdachgauben auf einem bestehenden Gebäude in der Eckartsrother Straße in Oberbach wurden ebenfalls befürwortet.

Im Ellerweg in Oberbach wurde eine Unterstellhalle errichtet. Das Landratsamt forderte den Grundstückseigentümer dazu auf, einen Bauantrag nachzureichen. Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag zu. Im Sinntal in Oberbach soll ein bestehender Dachstuhl abgerissen werden, um eine neue Wohneinheit im Dachgeschoss mit Quergiebel und Balkon zu bauen. Der Gemeinderat hatte keine Einwände und stimmte geschlossen zu. Die Oberwildfleckener Spedition Heinrich wird Teil der Bad Neustädter Spedition Geis. Im Zuge der Neuausrichtung sollen die Betonpfeiler der ehemaligen Schleppdächer im früheren Kasernengelände in Oberwildflecken abgerissen werden. Das Areal befindet sich im Eigentum der Spedition Heinrich.