Es war nicht immer leicht. Spätestens seitdem die Trägerschaft der Einrichtung im Herbst 1998 von der Stadt in einen Verein übergegangen sei, hätten die Verantwortlichen durchgängig mit finanziellen Problemen zu kämpfen gehabt, berichtet Daniela Wagner, die scheidende Leiterin der Musikschule. Aber dank engagierter Lehrkräfte, verständnisvoller Eltern, ehrenamtlicher Helfer sowie großzügiger Sponsoren sei es "immer irgendwie weitergegangen".

Aber es gab natürlich auch viele prägende Erfolgserlebnisse, die der 53-Jährigen nachdrücklich im Gedächtnis geblieben sind. So erinnert sich Wagner beispielsweise noch sehr gut an die Kinder-Musicals sowie an die zahlreichen Auftritte in der Fußgängerzone, in den Kurkliniken und Kirchen sowie an verschiedenen Spielstätten im Staatsbad. Groß gefeiert wurden das 20-jährige Bestehen der Musikschule im Sommer 2007 und das 25-jährige Jubiläum im Frühjahr 2012.

Ein "Lichtblick" - die Generalsanierung

"Ein Lichtblick war für uns das Schuljahr 2009/2010", schwärmt Wagner noch heute. Denn mit finanziellen Mitteln aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung konnte das Musikschulgebäude generalsaniert werden. 2015 erhielt die Lehranstalt im Georgi-Kurpark einen öffentlichkeitswirksamen Namen und heißt seitdem August-Kömpel-Musikschule.

Konstante Weiterentwicklungen sowie neue Konzepte und Ideen hätten sich wie der sprichwörtliche rote Faden durch ihre Amtszeit gezogen, resümiert Wagner. "Dank des starken und langjährigen Vorstandsteams im Trägerverein, der engen Zusammenarbeit und der hohen Vertrauensbasis ist es uns gemeinsam gelungen, die Musikschule auch in schwierigen Zeiten auf Kurs zu halten", so Wagner im Gespräch mit dieser Zeitung.

Und nicht zuletzt hätten Lehrerinnen und Lehrer trotz oft widriger Umstände ihre Schützlinge regelmäßig zu beachtlichen Leistungen motivieren können. Allerdings schwinge bei ihr inzwischen auch die Erkenntnis mit, "dass alles nicht ausgereicht hat und dass wir nicht wissen, was die Zukunft bringt".

Nachfolger ist Jan Jancálek

Auch ihr Nachfolger Jan Jancálek, da ist sie sicher, müsse künftig immer wieder verhandeln und über neue Finanzierungsmodelle nachdenken. Dabei wünscht sie ihm eine glückliche Hand. Und noch eine Sache liegt Daniela Wagner am Herzen: "Ich hoffe, dass der momentan vakante Posten des Vorsitzenden im Trägerverein so schnell wie möglich wieder besetzt werden kann".