Nur die Hälfte der Stadträte erschien am vergangenen Dienstag zur Diskussion um die Zukunft des Sport Kegler Vereins Bad Brückenau und Umgebung (SKV). "Dass so wenige Stadträte da sind, ist sehr ungewöhnlich", sagte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) zu Beginn des öffentlichen Teils. Einer weniger, sagte sie weiter, "und wir wären nicht beschlussfähig".

Bernd Hörmann, Vorsitzender des SKV, bat in seinem Vortrag um städtische Unterstützung. Durch die geplante Sanierung der Therme Sinnflut verliere der Verein seine Heimat: Nach fast 50 Jahren im Schwimmbad müsse er sich eine neue Bleibe suchen. Rund 20 Interessierte verfolgten im Zuschauerraum die öffentliche Diskussion der Stadträte.

Verhandlungen mit dem FC

Der Zeitrahmen sei eng, denn in der Saisonpause zwischen März und September 2020 müsse der Umzug stattfinden, sagte der Vorsitzende. Gespräche hätten bisher nur mit dem 1. FC Bad Brückenau stattgefunden. "Im Dezember haben wir uns getroffen und über mögliche Änderungen am Gebäude diskutiert", sagte Hörmann. Letztendlich seien sich alle Beteiligten einig gewesen, dass die Kosten für eine umfassende Sanierung des Gebäudes und des undichten Daches zu hoch wären.

Deshalb präferierten die Vorstände beider Vereine eine Aufstockung auf die zwei unteren Stockwerke. Das Flächendach könne dann als Bodenplatte genutzt werden, um ein weiteres Stockwerk für die Kegelbahnen und die Technik zu bauen. Die Kosten für den Umbau des Gebäudes lägen beim FC, bestätigte Dirk Stumpe (PWG), Referent für Sport und Vereine. Der SKV sei dann Pächter und müsste sich um die Innenausstattung kümmern. Rund 130.000 Euro kommen auf den Verein für den Einbau einer neuen Bahn mit neuer Technik zu. Der Bayerische Landessportverband bezuschusse die Anschaffung mit 30 Prozent.