Es ist zum Glück kein echter Einsatz, zu dem die Feuerwehr am Montag in der Sparkassenstraße ausrückt. Vielmehr geht es dem Kommandanten Michael Krug und Polizeichef Herbert Markert darum, zu zeigen, was für Folgen leichtfertiges Parken im Halteverbot haben kann.

Es ist fast schon ein vertrautes Bild: Wer schnell Geld holen oder etwas anderes erledigen will, stellt sein Auto vor dem Schmuckgeschäft ab. Er sehe das "im Prinzip ständig", berichtet Klaus Wiesler, Verkehrssachbearbeiter bei der Polizei. Für die Drehleiter der Feuerwehr aber wird die Kurve zu eng, sobald ein Auto an der Ecke steht. Das Einsatzfahrzeug muss nämlich zwischen Schildern und einem Baum hindurch. Aus diesem Grund gilt vor der Sparkasse absolutes Halteverbot.

Eine Frage der Sicherheit

"Jede Verzögerung ist lebensentscheidend", sagt Michael Krug. Jederzeit könnten seine Leute zu einem echten Einsatz gerufen werden. Warum die Polizei nicht öfter Knöllchen verteilt, hat übrigens einen Grund: Die Beamten dürfen nicht gleich einen Strafzettel verteilen, sondern müssen eine Beobachtungszeit einhalten. Dann aber, so sagt es Polizeichef Markert, seien die Fahrzeug meistens schon weitergefahren.