Allianzmanagerin des "Kissinger Bogens" blickt auf 1000 Tage zurück
Autor: Bjoern Hein
Burkardroth, Donnerstag, 24. Mai 2018
Ganna Kravchenko ist für die Vernetzung beim "Kissinger Bogen" zuständig. Sie verbindet sie mit ihrer Tätigkeit drei Märkte und eine Gemeinde.
Aktiv sein und auf Leute zugehen: Das sind Eigenschaften, die von einer Allianzmanagerin gefordert werden. Für Ganna Kravchenko ist dies selbstverständlich. Mittlerweile hat sie sich in der interkommunalen Allianz "Kissinger Bogen" fest etabliert und zahlreiche Projekte ins Leben gerufen. Seit 1000 Tagen ist sie nun im Amt und sprüht immer noch vor Ideen.
"Das Impulsgeben war sehr wichtig, natürlich brauchte es Zeit, damit sich die Projekte entwickeln. Wir sind hier aber auf einem guten Weg", so die gebürtige Ukrainierin. Seit März 2015 koordiniert sie als Fachkraft für Umweltschutz, Ressourcen- und Agrarmanagement mit dem Schwerpunkt "Regionalentwicklung" die Arbeit der Allianz "Kissinger Bogen. "Unser Vorsitzender Waldemar Bug nennt unsere Arbeit 'Motor in der Projektumsetzung'. Und so ist es auch", merkt Kravchenko an.
Vom Kirchturmdenken weit entfernt
Allianzmanager sind dafür da, dass der Erfolg der Projekte sichtbar wird, damit schneller und vor allem effektiver gestaltet und umgesetzt werden kann. Kravchenko kommt in ihrer Arbeit sehr zugute, dass sie vom Kirchturmdenken weit entfernt ist: Schließlich verbindet sie mit ihrer Tätigkeit drei Märkte und eine Gemeinde, vier gleichwertige Partner also. "Es ist ein großer Vorteil, dass die Verwaltung in den Gemeinden der Allianz ähnlich ist und alle über einen hauptamtlichen Bürgermeister verfügen. Über die Jahre näherten sich alle einander mehr und mehr an", hat sie die Erfahrung gemacht. Auch die Bürgermeister der Allianz träfen sich nun regelmäßiger als früher, da sie nun öfter daran erinnert würden, dass man nur im Team große Projekte stemmen und umsetzen kann. "Eine meiner Hauptaufgaben ist die Öffentlichkeitsarbeit, wobei man immer zielgruppenorientiert vorgehen muss", betont Kravchenko.
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Die umfangreiche Ausbildung, die sie durchlaufen hat, ist dabei ein großer Vorteil für sie. Aber auch ihr offenes und freundliches Wesen hat daran sicherlich einen großen Anteil: Wenn man mit Ganna Kravchenko spricht, merkt man ihr die Begeisterung an, mit der sie bei der Sache ist.
Liebe zu Unterfranken in Diebach geweckt
Mit 20 Jahren kam die in Kiew geborene Ukrainerin nach Deutschland, hier absolvierte sie von 2004 bis 2006 den Internationalen Masterstudiengang Agrarmanagement und machte von 2006 bis 2008 ihren "Master of Science" mit dem Schwerpunkt Umwelt- und Ressourcenmanagement. Ihre Liebe zu Unterfranken wurde geweckt, als sie als Praktikantin in einem Aussiedlerhof in Diebach arbeitete, wo sie unter anderem ihre Deutschkenntnisse vertiefte. Auch im künstlerischen Bereich ist sie sehr interessiert: So ist sie staatlich geprüfte Kinder- und Jugendchorleiterin, sie leitet den Kinderchor "Stralsbacher Hügellerchen" und ist angehende Theaterpädagogin. In Schweinfurt und Gerolzhofen hat sie Theaterclubs gegründet, sie entwickelte das Theaterstück "Rhönkäppchen" mit. Ein Highlight der letzten Jahre war für sie, dass sie die Schirmherrschaft beim Dorffest in Wittershausen angetragen bekam. "Ich habe die Wittershäuser wirklich ins Herz geschlossen. So eine motivierte und offene Gemeinschaft, die sicherlich auch Dank des unermüdlichen Einsatzes von Elmar Sell zusammenhält, hat mich begeistert", so Kravchenko. Bei der Durchführung des viertägigen Jubiläums haben alle gemeinsam ein generationenübergreifendes Angebot gestaltet. Überhaupt gefällt ihr die Region hier sehr gut: "Grundsätzlich empfinde ich die Menschen hier als sehr herzlich und offen. Manchmal wünsche ich mir, dass sie diese Gegend noch mehr schätzen würden, weil es wirklich eine lebenswerte Region ist".