Opfer aus Franken: Sexualtäter vergreift sich wieder an Jungen
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Franken, Mittwoch, 21. Oktober 2026
Sexueller Missbrauch während Hafturlaub: Ein Mann wird in Franken zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Die Gefahr eines Rückfalls gilt laut Gutachten als sehr hoch.
Das Landgericht Aschaffenburg hat einen mutmaßlich rückfällig gewordenen Sexualstraftäter zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt. Darüber hinaus behält sich die Kammer vor, zu einem späteren Zeitpunkt eine Sicherungsverwahrung für den 23-Jährigen anzuordnen.
Sicherungsverwahrung kann nach der Verbüßung einer Haftstrafe verhängt werden, wenn von einem Täter weiterhin eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Der psychiatrische Gutachter in dem Verfahren schätzt das Rückfallrisiko des Angeklagten als sehr hoch ein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Angeklagter gesteht – und entschuldigt sich bei seinen Opfern
Der Verdächtige hatte im Verfahren eingeräumt, im vergangenen Jahr einen damals Zwölfjährigen im Raum Aschaffenburg und einen Elfjährigen in Staßfurt in Sachsen-Anhalt sexuell missbraucht zu haben.
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Das Gericht bewertete die Taten des Deutschen, der sie während eines ihm von der Jugendanstalt im niedersächsischen Hameln gewährten Hafturlaubs begangen haben soll, unter anderem als mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch.
Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von elf Jahren und neun Monaten für den Angeklagten gefordert – unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in sieben Fällen.
Die Verteidigung hatte die Entscheidung über die Strafhöhe der Kammer überlassen. Der Angeklagte hatte sich in seinem letzten Wort bei den Opfern entschuldigt: "Ich schäme mich."