Flammeninferno in Alzenau: Vier Verletzte - Großeinsatz der Feuerwehr
Autor: Daniel Krüger
Alzenau, Donnerstag, 09. Juli 2026
Im Kreis Aschaffenburg kam es am Mittwochabend zu einem verheerenden Brand. Die Feuerwehr musste über Stunden gegen die massiven Flammen kämpfen.
Am Mittwochabend (8. Juli 2026) ist in Alzenau ein Wohnhaus in der Märkerstraße in Brand geraten. Nach Angaben der Polizei wurden kurz vor 21 Uhr die Einsatzkräfte alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnten die Kräfte eine weithin sichtbare Rauchsäule feststellen, wie ein Blaulichtreporter vor Ort berichtet.
Demnach griff das Feuer beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits auf ein angebautes Wohnhaus sowie auf ein Nachbarhaus über. Es seien daraufhin weitere Feuerwehren und zusätzliche Rettungswagen alarmiert worden. Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Angaben der Feuerwehr schwierig, da ein Innenangriff nur eingeschränkt möglich war. Die Brandbekämpfung erfolgte daher mit mehreren Strahlrohren sowie über zwei Drehleitern.
Stundenlange Brandbekämpfung in Alzenau: Feuer greift auf Nachbarhaus über
Die Maßnahmen dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Um Glutnester zu erreichen, mussten Teile der Dachhaut geöffnet werden, heißt es vom Vor-Ort-Reporter. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers waren über 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor Ort. Zusätzlich wurden Kräfte in das Alzenauer Feuerwehrhaus verlegt, um für eventuelle weitere Einsätze bereit zu sein.
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Vier Personen wurden durch den Rettungsdienst versorgt. Zwei Menschen wurden ambulant behandelt, zwei weitere kamen mit Rauchvergiftungen in Krankenhäuser, wie ein Polizeisprecher gegenüber inFranken.de bestätigt. Während des Einsatzes wurde die Märkerstraße vollständig gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. "Die Sperrung besteht gegenwärtig (07:00 Uhr) weiterhin, da die Feuerwehr noch für die Nachaufsicht des Brandes vor Ort ist", schreibt das Polizeipräsidium Unterfranken am Morgen.
Das betroffene Mehrfamilienhaus ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner mussten an anderer Stelle untergebracht werden. Kriminalbeamte haben noch am Abend die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufgenommen. Diese werden am heutigen Donnerstag durch die zuständigen Brandfahnder fortgeführt, heißt es im Bericht. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Sachschaden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.