In den vergangenen Tagen sind der Polizei in Unterfranken zwei Schläge gegen den Drogenhandel geglückt. Zunächst wurde ein Drogenkurier auf der A3 gefasst - am Montag wurde bei einer Razzia in Franken und Hessen vier mutmaßliche Dealer festgenommen.
Am Dienstag (28.03.2023) hat die Kriminalpolizei Würzburg mehrere richterliche Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. In einer konzertierten Aktion von bayerischen und hessischen Einsatzkräften konnten Razzien bei mehreren Tatverdächtigen zeitgleich durchgeführt werden.
Hintergrund waren umfangreiche Ermittlungen in einem Rauschgiftverfahren. In einem Ermittlungskomplex wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und des unerlaubten Besitzes von Waffen hatte die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg richterliche Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt vier Objekte in der Region Aschaffenburg, Main-Spessart und in Hanau erwirkt.
Drogen, Messer und eine Armbrust - Polizei gelingt Schlag gegen mutmaßliche Dealer
Vier Männer im Alter zwischen 29 und 33 Jahren sind in den Fokus der Kriminalpolizei Würzburg geraten, weil sie im größeren Umfang mit Betäubungsmitteln gehandelt und verschiedenartige Waffen besessen haben sollen. Aus diesem Grund wurden auch Spezialeinheiten für die Durchsuchung hinzugezogen.
Die Durchsuchungsmaßnahmen führten letztendlich zum Auffinden einer größeren Menge Marihuana und Haschisch, geringen Mengen Amphetamin sowie diversen Waffen, darunter Messer, eine Armbrust und Schreckschusswaffen. Die noch andauernden Ermittlungen in dem Rauschgiftkomplex werden von der Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg durchgeführt.
Zwei der Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser hat Haftbefehl gegen die beiden Männer erlassen. Zwischenzeitlich wurde ein Haftbefehl außer Vollzug gesetzt.
Rauschgiftkurier gefasst - Gibt es einen Zusammenhang mit Razzien in Würzburg?
Bereits am Freitag (31. März 2023) ist den Fahndern der Würzburger Polizei die vorläufige Festnahme eines mutmaßlichen Rauschgiftkuriers gelungen, der in eine verdachtsunabhängige Fahrzeugkontrolle geraten ist. Der Mann wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der 20-Jährige wurde einer Justizvollzugsanstalt überstellt.
Am Freitagmittag unterzogen Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried auf der A3 bei Randersacker einen SUV einer verdachtsunabhängigen Routinekontrolle. Im Rahmen der Überprüfung entdeckten die Polizisten im Bereich hinter dem Beifahrersitz eine Tasche mit rund einem Kilogramm Marihuana, knapp 300 Gramm Haschisch und etwa 25 Gramm Crystal-Meth. Der 20-jährige Fahrer des Wagens aus Nordrhein-Westfahlen wurde vorläufig festgenommen. Das Rauschgift wurde sichergestellt.