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A3 bei Waldaschaff: Ausweichmanöver löst Kettenreaktion aus - drei Unfälle und hoher Schaden


Autor: Redaktion

Waldaschaff, Samstag, 24. April 2021

Zu einem folgenschweren Ausweichmanöver eines 22-jährigen Autofahrers ist es am Freitag auf der A3 bei Waldaschaff (Landkreis Aschaffenburg) gekommen. Der junge Mann baute einen Unfall, in dessen Folge es zu zwei weiteren Kollisionen kam. Die Polizei sucht Zeugen.


Am Freitag (23. April 2021) kam es bei Waldaschaff zu drei Verkehrsunfällen auf der A3 in Richtung Nürnberg binnen kürzester Zeit. Das teilt die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach mit.

Gegen 18.40 Uhr befuhr demnach ein 22-jähriger Studierender die Autobahn A3 in Fahrtrichtung Nürnberg auf dem mittleren Fahrstreifen. Zwischen den Anschlussstellen Bessenbach/Waldaschaff und Weibersbrunn musste er einem unbekannten Lkw ausweichen, der kurz vor ihm vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen wechselte.

A3: Autofahrer (22) weicht Lkw aus und prallt in Mittelschutzwand - weiterer Lastwagen steht quer

Durch heftige Lenkbewegungen verlor der Pkw-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, woraufhin er zunächst nach rechts in die dortige Leitplanke knallte. Anschließend schleuderte das Auto nach links und kollidierte mit der Mittelschutzwand aus Beton.

Video:




Hier kam das Fahrzeug schließlich auf dem linken Fahrstreifen entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. An dem Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Ein dahinter fahrender Brummifahrer konnte noch bremsen und blieb mit dem Lkw quer über alle Fahrstreifen stehen.

Sportwagen-Fahrer fährt auf Heck seines Bruders auf

Aufgrund dieses Hindernisses musste ein 33-jähriger Fahrer eines Audi RS 7, der den linken Fahrstreifen befuhr, voll bremsen. Sein - mit einem Audi A6 - hinterherfahrender, drei Jahre jüngerer Bruder, bemerkte dies zu spät und fuhr auf das Heck des Sportwagens auf. Glücklicherweise kam es bei den hochwertigen Fahrzeugen nur zu geringen Sachschäden, so die Polizei.

Gegen 18.54 Uhr übersah schließlich ein 21-jähriger Fahrer das Stauende und fuhr auf das vorausfahrende Auto auf, das dadurch wiederum auf den davor stehenden Wagen aufgeschoben wurde. Insgesamt wurden so vier Fahrzeuge beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 60.000 Euro

Wie durch ein Wunder wurde bei den drei Unfällen niemand verletzt. 

Polizei sucht Zeugen

Durch die Unfälle kam es zu größeren Verkehrsbehinderungen. Bis der querstehende Lkw wegfahren konnte, war die Richtungsfahrbahn Nürnberg gesperrt. Anschließend konnte der Verkehr einspurig an den Unfallstellen vorbeifließen. 

Zeugen - vor allem des ersten Unfalls - werden gebeten sich bei der VPI-Aschaffenburg-Hösbach unter 06021-8572530 zu melden.

Symbolbild: Stefan Körber/Adobe Stock