A6 bei Lichtenau: "Unbelehrbarer" Jaguar-Fahrer macht Polizei fassungslos
Autor: Redaktion
Lichtenau, Mittwoch, 30. Sept. 2026
Ein Senior setzte sich trotz Fahrverbot ans Steuer und lieferte sich auf der A6 und A9 im Raum Franken eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Gegen den 71-Jährigen laufen nun mehrere Ermittlungsverfahren.
Die fränkische Polizei wurde am Dienstagabend (29. September 2026) von einem Autofahrer in Atem gehalten, den die Beamten in ihrer Mitteilung zu dem Fall als "unbelehrbar" bezeichnen.
Laut dem Bericht hatten Schleierfahnder der Verkehrspolizei Ansbach den 71-Jährigen am Steuer seines Jaguars zunächst kurz nach 20 Uhr an der Anschlussstelle Lichtenau kontrolliert, als dieser gerade in Fahrtrichtung Waidhaus/Pilsen unterwegs war.
71-Jähriger flüchtet vor Polizei auf A6 in Franken
Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, lag gegen den Mann ein Beschluss zur Sicherstellung seines Führerscheins vor, nachdem eine zuständige Behörde im Juli 2026 eine Entziehung der Fahrerlaubnis ausgesprochen hatte. Der Grund war das Überschreiten der Höchstgrenze an Punkten im Fahreignungsregister gewesen - der Aufforderung zur Abgabe seines Führerscheins war der Senior aber trotzdem nicht nachgekommen.
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Die Polizisten nahmen das Dokument in amtliche Verwahrung und gegen den Senior wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. In diesem Zusammenhang wurde der Mann auch im Hinblick auf das Verbot des Führens von fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeugen belehrt und der Fahrzeugschlüssel zur Unterbindung der Weiterfahrt mit dem Jaguar sichergestellt. Die Beamten wussten nicht, dass sich die Angelegenheit damit noch lange nicht erledigt hatte.
Nur kurz nach der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug erneut auf der A6 unterwegs war. Der Senior hatte ganz offensichtlich einen Zweitschlüssel mitgeführt. Nach seiner Entdeckung widersetzte er sich gleich zweimal den Anhalteversuchen der Beamten und flüchtete, nachdem er zunächst vorgetäuscht hatte, dem zweiten Anhalteversuch Folge zu leisten, mit hoher Geschwindigkeit. Obwohl sich die Beamten mit Höchstgeschwindigkeit an die Verfolgung machten, konnte der Jaguar nicht mehr eingeholt werden.
Flucht endet auf A9 bei Pegnitz
Sonderlich weit sollte der uneinsichtige 71-Jährige aber nicht mehr kommen, denn im Rahmen der Fahndung konnte das Fahrzeug von Beamten der Verkehrspolizei Bayreuth auf der A9 in Fahrtrichtung Berlin auf Höhe der Anschlussstelle Pegnitz erneut festgestellt werden. Auch hier entzog er sich den Beamten zunächst, überschritt bestehende Geschwindigkeitsbeschränkungen massiv und verstieß gegen weitere Verkehrsregeln. Erst durch das Zusammenwirken mehrerer Polizeistreifen konnte der Jaguar schließlich angehalten werden.
Gegen den 71-Jährigen wurden weitere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen erneuten Fahrens ohne Fahrerlaubnis und verbotenem Kraftfahrzeugrennen, eingeleitet. Weiterhin wurde mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Kontakt aufgenommen, die zur Vorbereitung der Einziehung als Tatmittel die Beschlagnahme des Pkw des Beschuldigten anordnete. Bereits vor einigen Tagen sorgte ein Autofahrer auf der A6 für Aufsehen - die Beamten "trauten ihren Augen kaum".