Playmobil-Aus in fränkischem Werk - Unternehmen hat ein "klares Ziel"

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Playmobil-Produktionsstandort im Kreis Ansbach wird eingestellt
Das Stammwerk von "geobra Brandstätter" in Dietenhofen. Der Playmobil-Produktionsstandort in Dietenhofen wird bis Ende Juni nach mehreren Jahrzehnten schließen.
Playmobil-Produktionsstandort im Kreis Ansbach wird eingestellt
Alexander Rüsche/dpa (Archivbild)

Die berühmten Spielfiguren werden künftig nur noch im Ausland gefertigt - etwa in Malta und Tschechien. Für die Beschäftigten wird eine Transfergesellschaft angestrebt.

Update vom 11.04.2026: Deutsches Playmobil-Werk soll planmäßig Ende Juni schließen

Die Horst-Brandstätter-Group, Muttergesellschaft von Playmobil, möchte die Produktion der bekannten Spielzeuge in ihrer einzigen deutschen Fabrik im mittelfränkischen Dietenhofen bis Ende Juni einstellen. Die Gespräche mit dem Betriebsrat über die Einrichtung einer Transfergesellschaft und die Erstellung eines Sozialplans befänden sich derzeit in der "Endphase", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der im Februar angekündigte Vorgang verlaufe planmäßig.

Entlassungen für die bisher 350 Angestellten seien im gegenseitigen Einvernehmen bislang nicht ausgesprochen worden. "Unser klares Ziel ist es, den Beschäftigten im Rahmen einer Transfergesellschaft eine Perspektive über den 30. Juni 2026 hinaus zu ermöglichen und die Beschäftigten beim Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse aktiv zu unterstützen", betonte der Sprecher. Zukünftig werde die Fertigung der Playmobil-Figuren an bereits bestehenden Standorten des Unternehmens in Malta und Tschechien fortgesetzt.

Die Horst-Brandstätter-Group hatte in den vergangenen Jahren schwierige Zeiten durchlebt. Die Bedeutung der Playmobil-Spielzeuge in den Kinderzimmern hat abgenommen. Innerhalb weniger Jahre büßte die Gruppe ein Drittel ihres Umsatzes ein. Firmenchef Bahri Kurter hatte auf der Spielwarenmesse im Januar angekündigt, es könne eine Trendwende geschafft werden. Das Unternehmen versucht es im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada unter anderem mit Playmobil-Figuren, die berühmte Fußballspieler darstellen sollen. Den früheren Bürgermeister von Dietenhofen macht das Playmobil-Aus in dem Ort fassungslos.

Ursprungsmeldung vom 03.02.2026: Playmobil stellt Fertigung in fränkischem Werk ein - 350 Mitarbeiter betroffen

Der fränkische Spielwarenhersteller Horst-Brandstätter-Group plant, die Herstellung seiner bekannten Playmobil-Figuren künftig nicht mehr im fränkischen Werk Dietenhofen (Landkreis Ansbach) einzustellen. Das Unternehmen gab in Zirndorf bekannt, dass die Produktion bis Ende Juni auf andere Standorte verteilt werden soll. Rund 350 Beschäftigte in Dietenhofen seien von der Veränderung betroffen. Wie deren Zukunft genau aussehen soll, teilte die Gruppe nicht mit.

Die Entscheidung basiere auf einer umfassenden Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In den zurückliegenden Jahren sind die Produktionskosten in Deutschland stark angestiegen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Marke Playmobil langfristig zu erhalten und die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmensgruppe zu sichern, werde die Fertigung samt Produktionsanlagen in den nächsten Monaten verlagert.

Die Belegschaft wurde am Dienstag (3. Februar 2026) im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung über die anstehenden Veränderungen informiert. Die Unternehmensleitung werde gemeinsam mit dem Betriebsrat über eine sozialverträgliche Umsetzung verhandeln, einschließlich der Einrichtung einer Transfergesellschaft, hieß es.

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