Ansbach: Mann droht mit Bombe und verletzt sich mit Messer - Polizeieinsatz endet mit Schüssen
Autor: Redaktion
Ansbach, Dienstag, 18. August 2020
In der Ansbacher Innenstadt rückte die Polizei an, nachdem Zeugen gemeldet hatten, ein Mann würde umherlaufen und sich mit einem Messer selbst verletzten. Bei der Ankunft der Beamten behauptet er, in seinem Rucksack sei eine Bombe.
Polizei schießt auf Mann in der Ansbacher Innenstadt: Am Montagabend (17.08.2020) musste die Polizei zu einem Einsatz im mittelfränkischen Ansbach anrücken. Laut Bericht der Polizei Mittelfranken, erhielten die Beamten gegen 22.00 Uhr die Mitteilung, ein Mann würde durch die Innenstadt laufen und sich selbst verletzen.
Eine Streife fand den 34-Jährigen stark blutend im Bereich der Pfarrstraße, die Wunden hatte er sich mit einem Messer zugefügt. Als die Polizisten ihn ansprachen, gab er an, eine Bombe in seinem Rucksack zu tragen.
Mann droht Polizei mit Bombe im Rucksack: SEK-Einsatz in Ansbach
Die Beamten forderten ihn mehrfach auf, stehen zu bleiben. Stattdessen ging der Mann sogar mit vorgehaltenem Rucksack auf sie zu. Einer der Polizisten gab schließlich einen Warnschuss in die Luft ab, doch auch das brachte den Mann nicht zur Einsicht.
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Der Polizist schoss daraufhin auf das Bein des Mannes, anschließend ließ er sich festnehmen. Zur medizinischen Notversorgung wurde der 34-Jährige in ein Krankenhaus gebraucht und dort stationär aufgenommen. Im Rahmen der Behandlung stellte sich heraus, dass der Schuss den Mann nicht verletzt hatte. Alle bestehenden Verletzungen stammten von ihm selbst.
Der Rucksack des 34-Jährigen war währenddessen in der Pfarrstraße geblieben. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt und eine Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamts wurde angefordert, um die Tasche auf Sprengstoff zu untersuchen. Es stellte sich jedoch heraus, dass sich keine Bombe darin befand.
Falsche Bombendrohung in Ansbach - Motiv unklar
Die Kriminalpolizei Ansbach hat vor Ort die Ermittlungen aufgenommen und Spuren gesichert. Was das Motiv des 34-Jährigen war, ist bisher noch unklar.
Neben der örtlichen Polizei waren außerdem ein Spezialeinsatzkommando, eine Verhandlungsgruppe, sowie die örtliche Feuerwehr und der Rettungsdienst am Einsatz beteiligt.