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A6 bei Ansbach: Autofahrerin meldet "Hörner", die aus Anhänger ragen - Polizei stoppt Ziegen-Transport


Autor: Redaktion

, Mittwoch, 29. Juni 2022

Auf der A6 bei Ansbach hat die Polizei am Dienstag (28.06.2022) einen Transporter gestoppt, der Ziegen geladen hatte. Zuvor hatte eine Verkehrsteilnehmerin "Hörner" gemeldet, die aus einem Anhänger geragt haben.
Zwar war der Anhänger mit Stroh eingestreut, verfügte jedoch weder über eine Tränke noch über eine Futterraufe.


Am Dienstagmorgen (28.06.2022), gegen 6.20 Uhr, ging bei der Verkehrspolizei Ansbach eine mysteriöse Mitteilung ein, wie die Polizei selbst mitteilte. Eine Verkehrsteilnehmerin hat auf der A6 in Fahrtrichtung Nürnberg gesehen, dass "aus einem kleinen Pkw-Anhänger mit hoher Ladebordwand Hörner herausragen“".

Eine Streifenwagenbesatzung konnte nur kurze Zeit später das Mysterium aufklären: Die Ordnungshüter hatten sich im Rahmen der Fahndung laut Polizei an der Anschlussstelle Ansbach positioniert, als das gesuchte Fahrzeuggespann an ihnen vorbeifuhr. Aus der Entfernung war von Hörnern zunächst nichts zu sehen. Dennoch stoppten die Ordnungshüter den Fahrer, einen 54-jährigen Franzosen, dann auf dem Parkplatz "Geisberg - Süd".

Ziegenkopf taucht hinter Bordwand auf und "starrt" Beamten an

Und als sie sich dem Fahrzeug näherten, staunten sie laut Polizeibericht nicht schlecht, als plötzlich hinter der Bordwand ein Ziegenkopf auftauchte, und ein Bock die Beamten anstarrte. Nur wenig später folgten noch drei weitere Ziegenköpfe. Der Ziegenhirte hatte das Quartett der Rasse "Poitevine-Ziege" in einer Käserei in Frankreich gekauft und wollte sie nach eigenen Angaben nach Rumänien zu Bekannten bringen.

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Die Tiere wurden laut Polizei jedoch unvorschriftsmäßig transportiert. Zwar war der Anhänger mit Stroh eingestreut, verfügte jedoch weder über eine Tränke noch über eine Futterraufe. Darüber hinaus müssen Tiertransporte in überdachten Anhängern erfolgen.

Für die weitere Kontrolle, die im Polizeiareal an der Schlesierstraße in Ansbach fortgesetzt worden ist, wurde eine Veterinärmedizinerin vom Landratsamt Ansbach hinzugezogen. Dabei stellte sich heraus, dass der Westeuropäer weder Impf- noch Gesundheitszeugnisse für die Ziegen hatte. Deshalb wurde gegen den 54-Jährigen ein Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sowie die Tierseuchen-Verordnung eingeleitet.

Tiere von Amtstierärztin in Verwahrung genommen 

In diesem Zusammenhang wurde von der Verfolgungsbehörde eine Sicherheitsleistung in Höhe von fünfhundert Euro eingeleitet, weil der Franzose im Bundesgebiet keinen festen Wohnsitz hat. Die Tiere wurden vorläufig von der Amtstierärztin in Verwahrung genommen und in einem landwirtschaftlichen Fachbetrieb untergebracht.

Dem Ziegenhirten wurde laut Polizei  eine Frist gesetzt, innerhalb der er die notwendigen amtsärztlichen Unterlagen beizubringen hat. Ansonsten gehen die Ziegen in das Eigentum des Landkreises über.