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Die 10 Top-Sehenswürdigkeiten in Nürnberg: Diese Orte sollte jeder Franke kennen

Die Stadt Nürnberg lockt jedes Jahr unzählige Touristen in ihre einzigartige mittelalterliche Altstadt mit den vielen unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten. Was sind aber die Top-Sehenswürdigkeiten in der Franken-Metropole Nürnberg?
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Die Kaiserburg ist nicht nur einen kurzen Besuch wert. In den alten Stallungen kann man mittlerweile  auch in einer der modernsten Jugendherbergen Deutschlands übernachten. Foto:  imago/Hubert Jelinek
Die Kaiserburg ist nicht nur einen kurzen Besuch wert. In den alten Stallungen kann man mittlerweile auch in einer der modernsten Jugendherbergen Deutschlands übernachten. Foto: imago/Hubert Jelinek

Kaiserburg, Historische Meile und Tiergarten - Nürnberg strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten. Die Stadt in Franken blickt auf eine lange Geschichte zurück, die sich perfekt bei einem Städtetrip erleben lässt.

Nürnberg, oder auf fränkisch auch "Närrnberch" genannt, ist mit rund 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Bayerns und lädt geradezu zu einem Städtetrip ein. Doch mit den vielen Museen und Sehenswürdigkeiten, weiß man bei der begrenzten Zeit oft nicht, was man unbedingt gesehen haben muss. Kein Problem, wir haben für Sie die Top-Sehenswürdigkeiten zusammengestellt.

1. Lorenzkirche

Die Lorenzkirche ist ganz bequem mit der U-Bahn zu erreichen, denn sie liegt im Mittelpunkt der Nürnberger Einkaufsstraßen. Ihren Namen hat sie dem Heiligen Laurentius zu verdanken. Durch ihre besondere gotische Architektur und ihre Kunstschätze im Inneren ist sie schon immer ein Besucherliebling. Doch nicht nur von innen ist die Lorenzkirche ein echter Hingucker.

Das Rosettenfenster an der Westseite, auch "Lorenzer Stern" genannt, verleiht der Kirche den einzigartigen Charakter und macht sie zum beliebten Fotomotiv der Touristen.

2. Kaiserburg

Zu Zeiten des Heiligen Römischen Reiches repräsentierte die Nürnberger Kaiserburg Macht und Prestige - heute symbolisiert sie das Wahrzeichen Nürnbergs. Obwohl sie nach dem Zweiten Weltkrieg fast komplett in Trümmern lag, wurde sie wieder aufgebaut und erstrahlte im neuen Glanz.

Für alle Interessierte, hat die Kaiserburg das ideale Angebot, es gibt ein Museum, das für den Besucher wertvolle Leihgaben, aber auch eindrückliche Inszenierungen aus der damaligen Zeit bereithält. Es ist außerdem möglich, einen Rundgang durch den ehemaligen Palast zu machen und sogar dort zu übernachten. Die Kaiserstallungen sind mittlerweile zur Jugendherberge umgebaut. Einmal in der berühmten Kaiserburg übernachte - das lässt sich der ein oder andere sicherlich nicht zweimal sagen.

Neben der Burg an sich gibt es den bezaubernden Burggarten, auf der Nürnberger Stadtmauer. Er beherbergt ein Rosenquartier und den Maria Sibylla Merian-Garten und lädt bei schönem Wetter zum Verweilen ein.

3. Ehemaliges Reichsparteitagsgelände

Die Reichsparteitage der NSDAP fanden von 1933 bis 1938 am Dutzendteich in Nürnberg statt. Das 16,5 km² große Areal kann heute besichtigt werden. In einem Teil der noch nicht fertiggestellten Kongresshalle entstand das "Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände", das für jeden Interessierten ein passendes Angebot parat hat. So kann man an Führungen teilnehmen, Ausstellungen und Vorträge besuchen, oder sich bei Gelegenheit in eine dort stattfindende Lesung setzen.

Neben der Luitpoldarena (heute Luitpoldhain), dem Zeppelinfeld, ist auch die "Große Straße" auf dem Gelände vorzufinden. Das Spannende hierbei: Die Straße ist auf die Kaiserburg ausgerichtet und sollte damit eine Verbindung zwischen dem Heiligen Römischen Reich und den Reichstagen der NSDAP herstellen. Da das Dokumentationszentrum leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, eignet es sich ideal als Ausflugsziel. Außerdem kann man um die Teiche auch einfach einen schönen Spaziergang machen.

4. Tiergarten Nürnberg

Den Reichsparteitagen der Nazis musste auch der Nürnberger Tiergarten weichen. Dieser eröffnete erstmals 1912 im Luitpoldhain. 1939 zog er zum jetzigen Standort in die Schmalau. Über 300 Tierarten können dort mittlerweile bestaunt werden. Die originalen Eingangssäulen des alten Tiergartens sind noch erhalten und grüßen täglich die viele Besucher.

"Jeder Ausblick anders" - mit diesem Motto wirbt der Tiergarten. Dieses Versprechen kann bei den weitläufigen Parkanlagen mit Weiherlandschaften und Felsenlandschaften, in denen die Tiere leben, auch sicher gehalten werden. Der Tiergarten hat für seine Gäste sagenhafte 365 Tage im Jahr geöffnet, in der Regel von 09.00 bis 18.00 Uhr. Um zum Tiergarten Nürnberg zu gelangen, kann man in die Straßenbahnlinie 5 steigen und bis zur östlichen Endstation fahren. Besucher, die nicht mit dem Auto angereist sind, haben somit keine großen Umstände, um dieses Ausflugsziel zu erreichen.

5. Historische Meile - Altstadt

Die Altstadt Nürnbergs blieb während des Krieges größtenteils erhalten und stellt seitdem eine große und weltweit bekannte Touristenattraktion dar. Damit so viele Stadtbesucher wie möglich etwas über die Sehenswürdigkeit erfahren können, ohne dabei unbedingt eine angeleitete Stadtführung machen zu müssen, entstand im Jahr 2000 die Historische Meile.

Ein beschilderter Rundgang führt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Nürnberg vorbei. Unter anderem zu sehen sind der Schöne Brunnen, die Sebalduskirche, die Weißgerbergasse, das Albrecht Dürer Haus und der Kettensteg. Dieser Rundgang bietet eine gute Möglichkeit, um die Vergangenheit Nürnbergs auf eigene Faust zu entdecken und zu bestaunen.

6. Christkindlesmarkt

Der Nürnberger Christkindlesmarkt, oder auch "das Städtlein aus Holz und Tuch" öffnet jedes Jahr pünktlich zur Adventszeit seine Tore bis zum 24. Dezember. Pro Jahr kommen im Schnitt um die 2 Millionen Besucher auf den Christkindlesmarkt am Hauptmarkt in Nürnberg, was ihn zu einem der bekanntesten Weihnachtsmärkte der Welt macht.

Zur Eröffnung trägt das Christkind einen Prolog vor und wird dabei von Bläsern der Stadt Nürnberg und verschiedenen Chören musikalisch begleitet. Die darauffolgenden Adventswochen gibt es dort kein Halten mehr, bei Nürnberger Lebkuchen, Früchtebrot, Nürnberger Rostbratwürstchen und Glühwein lassen es sich die Besucher schmecken und der traditionelle Christbaumschmuck in Form von rauschgoldenen Engeln wird gerne zur Verschönerung ihrer Wohnzimmer gekauft. Kein Wunder also, dass bei so viel Angebot die Menschen gerne von weit her anreisen.

7. Germanisches Nationalmuseum und Straße der Menschenrechte

Das Germanische Nationalmuseum ist mit über einer Millionen Objekten, von denen 20.000 in den Ausstellungsräumen stehen das weltweit größte Museum deutscher Kunst und Kultur. Es ist sowohl ein Forschungs- als auch Besuchermuseum von internationalem Rang. Kulturgeschichte wird hier für jedermann allgemeinverständlich und lebendig dargestellt.

Aber nicht nur das Museum selbst ist eine Attraktion, sondern auch der Weg bis zum Eingang. Er wird Straße der Menschenrechte genannt, weil 27 Betonsäulen, auf denen jeweils ein Artikel der Menschenrechtserklärung aus dem Jahre 1948 steht, entlang des Museumsgebäudes verlaufen. Der israelische Künstler Dani Karavan hat dieses Kunstwert und Gedenkstätte als Ausdruck des Sieges über den Nationalsozialismus errichtet. Außerdem soll der Betrachter zum Innehalten und Nachdenken anregt werden.

8. Gerichtsgebäude Nürnberger Prozesse

Nachdem Nürnberg im Dritten Reich die Hochburg Hitlers war, sollten die Kriegsverbrecher-Prozesse genau hier stattfinden. Als Demonstration des Sieges über den Nationalsozialismus, der in Nürnberg so präsent war wie in fast keiner anderen Stadt, entschieden sich die alliierten Siegermächte dort die Verhandlungen zu führen. Deshalb sind im Gerichtsgebäude im Stadtteil Gostenhof die Originalschauplätze im Gerichtssaal 600 sowie Ton- und Videoaufnahmen der Prozesse ausgestellt und können besichtigt werden. Da der Saal noch in ganz normaler Benutzung ist, weichen die Öffnungszeiten stark von denen eines normalen Museums ab.

9. Henkersteg und Weinstadel

Ein wunderschöner langer Steg aus Holz über die Pegnitz, der den Trödelmarkt mit dem Stadtteil St. Lorenz verbindet - der Henkersteg. Er beginnt am Henkerturm, direkt am "Henkerhaus", in dem im Mittelalter der Henker und sein Gehilfe gelebt haben. Alle, die es interessiert, finden im Museum eine Ausstellung zur Nürnberger Rechtsgeschichte. Neben dem sogenannten Henkerhaus steht auch der mit 48 Metern Länge größte Fachwerkbau Deutschlands. Dieses Haus war früher das Lepraspital, heute kennen es Besucher aber gängiger als Weinstadel. Das Weinstadel gehört zu den wichtigsten Baudenkmälern der Nürnberger Altstadt und ist auch in der Historischen Meile mit einbegriffen.

10. Handwerkerhof

Der Handwerkerhof wurde 1971 zum 500. Geburtstag Albrecht Dürers gegründet. Er liegt im Schutz der Stadtmauer und war im Mittelalter der Waffenhof. Zu dieser Sehenswürdigkeit haben es die Besucher nicht weit, denn der Altstadteingang "Königstor" liegt direkt am Eingang zur U-Bahn Haltestelle Nürnberger Hauptbahnhof. Wer nicht aufpasst läuft geradewegs daran vorbei auf dem Weg in die Altstadt.

Die aufmerksamen Besucher finden im Inneren kleine Fachwerkhäuser und enge Gässchen. Sie machen einen großen Teil des Charmes des Handwerkerhofes aus, denn man taucht förmlich in die mittelalterliche Welt ein, an die er erinnern soll. Das Besondere am Hof ist, dass man den Handwerkern direkt bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen kann. Ob Ledermacher, Puppenmacher oder Goldschmied: die traditionelle Handwerkskunst erwacht hier wieder zum Leben. Außerdem gibt es zahlreiche urige Wirtschaften oder Ausstellungen wie zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit die Krippenausstellung. Der Handwerkerhof ist wirklich ein absolutes Muss, wenn man in Nürnberg ist und die Stadt erkunden möchte.



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