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Witten: 13-Jähriger stirbt bei Messerangriff - Vater muss in U-Haft


Autor: Agentur dpa, Redaktion

Witten, Sonntag, 29. März 2026

Eine Gewalttat mit einem toten 13-Jährigen und zwei Schwerverletzten erschüttert Witten. Verdächtigt wird der Vater des Getöteten. Er wurde nun einer Haftrichterin vorgeführt.
Trauernde haben vor dem Wohnhaus der Opfer einen großen Teddybär, Blumen und Kerzen zum Gedenken an den verstorbenen 13 Jahre alten Jungen, die lebensgefährlich verletzte Mutter und ihre ebenfalls lebensgefährlich verletzte Tochter abgelegt. Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Witten (NRW) ist ein Junge durch Messerstiche getötet worden.


Update vom 29.03.2026: Mutter und Tochter nach Messerangriff außer Lebensgefahr

Nach dem tödlichen Messerangriff auf eine Familie in Witten (Nordrhein-Westfalen) kommt der Vater und mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Eine Haftrichterin am Amtsgericht Bochum erließ einen Haftbefehl wegen eines Tötungsdelikts gegen den 40-Jährigen, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit. Der Beschuldigte habe keine Angaben gemacht, sagte Sprecher Jan Finke. Die Ermittlungen zum Tathergang und Motiv dauern an. In den kommenden Tagen sollen weitere Zeugen befragt werden.

Der Mann steht im Verdacht, seine Ehefrau, die Tochter sowie den 13 Jahre alten Sohn am Samstag (28. März 2026) während eines Streits mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Kurz darauf erlag der Junge seinen Verletzungen. Der 40-Jährige wurde festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde ebenfalls von den Ermittlern sichergestellt. Mutter und Tochter werden laut Staatsanwaltschaft im Krankenhaus weiterhin intensivmedizinisch behandelt. Sie seien jedoch inzwischen außer Lebensgefahr, hieß es.

Das Motiv bleibt weiterhin unklar. Zu den Hintergründen der Tat in der Ruhrgebietsstadt machen die Ermittler derzeit keine weiteren Angaben. Der Verdächtige besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit und ist laut Polizei bisher nicht auffällig geworden. Psychische Probleme sind nicht bekannt. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.

Tod eines Kindes macht Bürgermeister "fassungslos"

Die Stadt Witten zeigte sich schwer betroffen von dem Vorfall. "Die Nachricht von dieser schrecklichen Tat erschüttert uns alle zutiefst. Besonders der Tod eines Kindes macht uns fassungslos", erklärte Bürgermeister Dirk Leistner laut Mitteilung.

"Wir wünschen den Verletzten von Herzen Kraft und eine schnelle Genesung." Er dankte den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten für ihre Arbeit. Die Stadt bittet darum, Rücksicht auf die Betroffenen und deren Angehörige zu nehmen und auf Spekulationen zu verzichten.

Ursprungsmeldung vom 28.03.2026: 13-Jähriger stirbt bei Messerangriff in NRW

Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in Witten (Nordrhein-Westfalen) ist ein Dreizehnjähriger durch Messerstiche umgebracht worden. Die 38-jährige Mutter und seine neunjährige Schwester erlitten schwere Verletzungen, sagte ein Sprecher der Polizei auf dpa-Anfrage. Der tatverdächtige Vater der Kinder wurde verhaftet. Der 40-Jährige habe die deutsche Staatsangehörigkeit, teilte die Polizei mit. Bei ihm seien keine psychischen Erkrankungen bekannt.

Nach Angaben der Polizei hatte es zuvor einen Streit in einem Wohnhaus gegeben, der sich dann auf die Straße verlagerte. Dort sei der Dreizehnjährige trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen gestorben, hieß es weiter. Die Schwester und ihre Mutter wurden vor Ort von Notärzten und Rettungskräften behandelt und in ein Krankenhaus gebracht.

Das Motiv ist laut Polizei unklar. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Ermittlungen übernommen. Es wurde eine Mordkommission eingerichtet. Der Verdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam und soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Wann genau, war zunächst unklar. Der Bereich vor dem Wohnhaus sei nach der Tat großflächig abgesperrt worden. 

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