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Tankrabatt gestartet


Autor: dpa

, Donnerstag, 01. Oktober 2026

Für drei Monate reduziert der Bund die Steuern auf Sprit. Wie komplett er weitergegeben wird, muss sich erst zeigen.
Der dritte Tankrabatt nach 2022 und den Monaten Mai und Juni soll die Preise an den Zapfsäulen drücken. (Archivbild)


Seit Mitternacht gilt der zweite Tankrabatt in diesem Jahr. Eine für drei Monate geltende Absenkung der Energiesteuern soll eine Entlastung von 16,7 Cent pro Liter Benzin oder Diesel bringen. Wie vollständig sie an die Verbraucher weitergegeben wird, wird sich in den nächsten Stunden und Tagen zeigen. Es gibt keine direkte Verpflichtung der Tankstellen, die Preise zu senken. 

Die Regel gilt zwar nur für Kraftstoff, der ab Mitternacht Tanklager oder Raffinerien verlassen hat, es wird aber erwartet, dass die Preise an den meisten Tankstellen bereits ab Mitternacht deutlich fallen - so war dies auch bei den beiden bisherigen Tankrabatten im Mai und Juni beziehungsweise im Jahr 2022. Zudem war Sprit bereits am Dienstag und Mittwoch billiger geworden. 

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) hat angekündigt, dass der Rabatt bereits ab Mitternacht weitergegeben werde. Der ADAC ist hier skeptischer. «Die Preise werden sukzessive zurückgehen», sagte Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer im Vorfeld. «Wir fordern eine vollständige und möglichst schnelle Weitergabe, es ist aber zu befürchten, dass es Mitnahmeeffekte gibt, der Steuerrabatt also nicht komplett beim Autofahrer ankommt.» 

September war mit Abstand teuerster Tankmonat bisher 

Die Bundesregierung hatte den Tankrabatt als Reaktion auf die aktuell extrem hohen Spritpreise auf den Weg gebracht. Der September war der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. Das hatte sich sogar in der Inflation niedergeschlagen. 

Der Tankrabatt ist umstritten, Kritiker verweisen unter anderem darauf, dass er ungenau ist, den Anreiz Sprit zu sparen dämpft und nicht komplett beim Verbraucher ankommt. Die Mineralölwirtschaft widerspricht letzterem. Befürworter verweisen unter anderem darauf, dass es aktuell kein besseres Mittel gebe, um Autofahrer zu entlasten.