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Studie: UV-Filter in Sonnencreme belastet Kinder mit Weichmachern


Autor: Redaktion, Agentur dpa

Berlin, Samstag, 21. Februar 2026

Im Urin von Kindern und Jugendlichen wurden in einer neuen Untersuchung erneut auffällige Werte gefunden. Experten warnen vor bestimmten Chemikalien in alltäglichen Produkten wie Sonnencreme.
UV-Filter in Sonnencremes führen laut einer Studie des Umweltbundesamtes im Jahr 2025 zu auffälligen Weichmacherwerten im Urin von Kindern und Jugendlichen.


Im Urin von Kindern und Jugendlichen ist laut dem Umweltbundesamt (Uba) weiterhin eine fortpflanzungsschädigende Substanz weit verbreitet. In 92 Prozent der im Frühjahr und Sommer 2025 gesammelten Proben - also beinahe allen - wurde sogenanntes MnHexP nachgewiesen, teilte die Behörde mit. Der hohe Anteil belasteter Proben sowie die teils sehr hohen Konzentrationen seien überraschend, sagte Uba-Präsident Dirk Messner.

MnHexP ist ein Abbauprodukt des gesundheitsschädlichen Weichmachers Di-n-hexyl-Phthalat (DnHexP). Dieser ist laut Uba in der EU nicht zugelassen. Im Jahr 2024 hatte das Uba erstmals über MnHexP-belastete Urinproben berichtet. Etwa zur selben Zeit entdeckte das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima in Nordrhein-Westfalen den Stoff in Urinproben von Kindergartenkindern.

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Die Herkunft war zunächst unklar. Die Funde ließen sich schließlich auf eine Verunreinigung eines UV-Filters in Sonnencremes zurückführen, wie es vom Uba hieß. "Dieser Zusammenhang zeigt sich auch bei den aktuellen Daten wieder." DnHexP kann demnach bei der Herstellung des häufig verwendeten UV-Filters Diethylamino-Hydroxybenzoyl-Hexylbenzoat (DHHB) entstehen.

Für Sonnenschutzmittel mit diesem UV-Filter werden in der EU erst ab Januar 2027 strengere Regeln für den maximal erlaubten DnHexP-Gehalt gelten, wie es vom Uba hieß. Messner betonte jedoch auch, dass die Nutzung von Sonnenschutzmitteln bei Kindern und Jugendlichen essenziell bleibe, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren. Für die neue Untersuchung wurden 259 Urinproben von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren aus den Monaten April bis Juli 2025 analysiert. Zwei Teilnehmende überschritten den vom Uba ausgewiesenen Beurteilungswert von 60 Mikrogramm pro Liter Urin - sie erreichten Werte von 83 beziehungsweise 107 Mikrogramm pro Liter.

DnHexP ist nicht der einzige fortpflanzungsschädigende Stoff, dem Menschen ausgesetzt sind, erklärte das Uba. Die Gesamtbelastung durch fortpflanzungsschädigende Weichmacher habe in der letzten Uba-Analyse bei Kindern und Jugendlichen bei einem Großteil insbesondere der jüngeren Kinder über der als tolerierbar definierten Aufnahmemenge gelegen. Auch deshalb sei es wichtig, Produkte wie Sonnencreme frei von Verunreinigungen zu halten.

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