Wegen mutwillig manipulierten Zug-Steckdosen sind inzwischen mehrere Menschen ins Krankenhaus gekommen. Daher warnt die Polizei erneut und verstärkt vor deren Benutzung.
Es ist nicht der erste Fall dieser Art: Eine Frau hat sich an einer offensichtlich manipulierten Steckdose in einem Zug verletzt. Einige Wochen zuvor passierte das auch in Franken, auf der Strecke zwischen Würzburg und Nürnberg. Anfang August 2023 hatte bereits eine Frau zwischen Stuttgart und Karlsruhe einen Stromschlag von einer Zug-Steckdose bekommen und war ins Krankenhaus gekommen.
Der Flixtrain war am Freitagabend (1. September 2023) von Aachen in Richtung Dresden unterwegs, als eine 63-Jährige zwischen Herford und Hannover ein Ladekabel in die Steckdose unterhalb ihres Sitzplatzes einstecken wollte. Gegen 19.30 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Hannover informiert, dass die Frau aus Essen einen Stromschlag bekommen hatte, wie die Bundespolizei am Montag (4. September 2023) mitteilte.
Einlieferungen ins Krankenhaus wegen Zug-Steckdosen - Vorsicht vor Gebrauch
Nach Ankunft des Zuges nahm die Bundespolizei die Steckdose in Augenschein. Hierbei war klar erkennbar, dass aus der Öffnung zwei Metallstifte herausragten, wie es weiter hieß. Der gesamte Waggon wurde gesperrt. Erst danach wurde der Zug freigegeben und konnte seine Fahrt fortführen. Die 63-Jährige ließ sich im Krankenhaus untersuchen. Die Bundespolizeiinspektion Hannover ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung.
Die Bundespolizei bat erneut Zugreisende vor der Benutzung von Stromsteckdosen in Waggons diese in Augenschein zu nehmen, ob sie etwas Ungewöhnliches feststellen können. In solchen Fällen sollte umgehend das Zugpersonal oder die Bundespolizei informiert werden. Erst am Wochenende hatte sie diese Warnung ausgesprochen. In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Vorfälle mit manipulierten Steckdosen bei Zügen verschiedener Eisenbahnunternehmen gegeben, bei denen auch mehrere Reisende durch Stromschläge verletzt wurden.