SPD-Beben: Bärbel Bas tritt zurück – Schwesig spricht von "unmenschlichen" Angriffen
Autor: Agentur dpa
Berlin, Montag, 12. Oktober 2026
SPD‑Politikerin Bärbel Bas tritt als Arbeitsministerin und als Chefin der Sozialdemokraten zurück. Teile der Begründung lassen aufhorchen.
Update vom 12.10.2026, 9.18 Uhr: Schwesig nennt Angriffe der Union auf Bas "unmenschlich" - steht Nachfolger fest?
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat nach dem Rücktritt von Bärbel Bas das Verhalten der Union scharf kritisiert. "Mein Mitgefühl gilt Bärbel Bas", schrieb die SPD-Landeschefin am Morgen auf der Plattform X.
Mein Mitgefühl gilt Bärbel Bas. Ich wünsche ihr viel Kraft in dieser schweren Situation. Persönlich danke ich Bärbel Bas für die gute Zusammenarbeit! Die Attacken der CDU - trotz ihrer persönlichen schweren Situation - waren unmenschlich und rücksichtslos.
— Manuela Schwesig (@ManuelaSchwesig) October 12, 2026
"Ich wünsche ihr viel Kraft in dieser schweren Situation. Persönlich danke ich Bärbel Bas für die gute Zusammenarbeit! Die Attacken der CDU – trotz ihrer persönlichen schweren Situation – waren unmenschlich und rücksichtslos."
Bas hatte am Montagmorgen bekannt gegeben, als Arbeitsministerin und SPD-Chefin zurückzutreten. Sie begründete den Schritt in einer öffentlichen Mitteilung mit dem Tod ihrer Stieftochter und mit öffentlichen Angriffen auf sich, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, der Union.
Unterdessen soll der Nachfolger von Bas als Arbeitsminister bereits feststehen: Der ehemalige SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer aus Rheinland-Pfalz soll nach dem Rücktritt von Bas neuer Arbeitsminister werden. Das erfuhr die dpa, zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Meldung vom 12.10.2026, 8.07 Uhr: Bas tritt als SPD-Cefin und Ministerin zurück –"nicht die Kraft"
Die Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas hat ihren sofortigen Rücktritt von beiden Ämtern angekündigt.
"Da ich momentan nicht die Kraft aufbringen kann, kurzfristig meine Regierungs- und Parteiarbeit vollumfänglich auszuüben, habe ich mich entschieden, beide Ämter aufzugeben", teilte die 58-Jährige mit. Ihr SPD-Co-Chef Lars Klingbeil sei bereits informiert, auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe sie gebeten, sie aus dem Amt zu entlassen.