Schorndorf: Mädchen (1) tot in Auto entdeckt - Todesursache steht fest
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
Schorndorf (Württemberg), Freitag, 19. Juni 2026
Warum ist ein Kleinkind in einem Auto gestorben? Die Mutter hatte es anscheinend stundenlang im Wagen vergessen. Nun steht die Todesursache fest.
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Jetzt ist der Verdacht bittere Gewissheit: Das tot aufgefundene Kleinkind ist wegen eines Hitzeschlags im Auto gestorben. Das habe die Obduktion ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Mutter soll das 20 Monate alte Mädchen am Mittwoch über Stunden in Schorndorf bei Stuttgart im Wagen vergessen haben. Dieser Verdacht habe sich bei den Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei weiter erhärtet, teilten beide mit. Gegen die 44 Jahre alte Mutter wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.
"Im Glauben, ihre Tochter im Kindergarten abgegeben zu haben, soll sich die 44-Jährige am Mittwochmorgen zu ihrer Arbeit begeben haben", hieß es dazu. Als die Frau am Nachmittag ihre Tochter habe abholen wollen und das Kind nicht im Kindergarten gewesen sei, habe sie das leblose Mädchen im Auto entdeckt.
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Bei der Obduktion sei ein Organversagen infolge eines Hitzeschlags als eindeutige Todesursache erkannt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft dazu mit. Unklar ist noch, ob sich die Mutter zu den Vorwürfen geäußert hat. Sie ist auf freiem Fuß und hat einen Rechtsbeistand gewählt. Nach dem Fund des leblosen Kindes hatten Notarzt und Rettungsdienst vergeblich versucht, das Mädchen wiederzubeleben. Es starb an Ort und Stelle.
Dass Eltern ihre Kinder im Auto vergessen, ist kein Einzelfall. Forscher sprechen vom "Forgotten-Baby-Syndrom". Laut dem US-amerikanischen Psychologieprofessor David M. Diamond können Stress, Schlafmangel oder veränderte Routinen das Vergessen auslösen. Im Gehirn entstehe eine falsche Erinnerung, weil Routinehandlungen wie etwa die Fahrt zur Arbeit quasi per Autopilot absolviert würden.
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Nach dem Tod eines kleinen Mädchens in einem Auto ist die Mutter in den Fokus der Ermittler geraten. Sie soll ihr Kind im Wagen vergessen haben. Trauer, Entsetzen und Fassungslosigkeit sind nach dem Fund des Kindes im baden-württembergischen Schorndorf groß. Doch die Umstände, unter denen das Mädchen starb, werfen noch viele Fragen auf.
Erste Antworten soll die Obduktion der Leiche am Freitagmorgen (19. Juni 2026) bringen. Dabei könnten Erkenntnisse zu den Todesumständen gewonnen werden, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Geklärt werden muss unter anderem, ob Austrocknung, Überhitzung oder andere medizinische Faktoren den Tod verursacht haben könnten.
Gegen die Mutter des etwa 20 Monate alten Mädchens wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Sie hat nach Angaben der Polizei einen Rechtsbeistand beantragt und wurde bisher nicht vernommen. "Bislang ist nicht sicher, ob und in welcher Form sich die Mutter äußern wird", sagte der Polizeisprecher. Die 44-Jährige sei auf freiem Fuß.