Sauerland: Schädel nahe A4 gefunden - DNA-Gutachten schafft Klarheit
Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa
Wenden, Montag, 27. April 2026
Nach dem Fund eines menschlichen Schädels im Kreis Olpe steht fest: Er gehört zu einer getöteten 32-Jährigen. Die Ermittler stehen aber noch vor weiteren Fragen.
Update vom 27.04.2026: In Wenden gefundener Schädel gehört zu getöteter 32-Jähriger
Der im Kreis Olpe in einer Plastiktüte gefundene menschliche Schädel gehört zu einer im November getöteten 32-jährigen Frau. Dies habe ein DNA-Gutachten der Universitätsklinik Bonn ergeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Der stark verweste Schädel war am 11. April während einer Müllsammelaktion in einem Waldstück bei Wenden gefunden worden. Teilnehmer der Aktion hatten das Leichenteil in einer Tüte an einer Böschung gefunden und die Polizei alarmiert. Der Verwesungsprozess war zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten.
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Auf der Autobahn 45, unweit des Fundortes im Kreis Olpe, waren Mitte November 2025 abgetrennte Frauenhände gefunden worden. Ermittler ordneten die Fingerabdrücke damals der 32-jährigen Frau aus Eritrea zu.
Fall löste Bestürzung aus
Sie hatte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn gelebt. Ihr drei Monate altes Baby war unversehrt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms gefunden worden. Der Leichnam der Frau war dann Anfang Dezember in einem Wald bei Monreal (Rheinland-Pfalz) entdeckt worden. Es fehlten die Hände und der Kopf. Wo und wie die Frau getötet wurde, ist weiterhin ungeklärt.
Der Fall hatte Ende 2025 Bestürzung in den drei Bundesländern ausgelöst. Tatverdächtig ist der 41-jährige Lebensgefährte des Opfers. Er sitzt seit gut zwei Monaten wegen des Verdachts auf Totschlag in Deutschland in Untersuchungshaft, nachdem er aus Äthiopien ausgeliefert worden war. Zu den Vorwürfen hat sich der Mann bislang nicht geäußert, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Ursprungsmeldung vom 11.04.2026: Menschlicher Schädel nahe A4 gefunden
Bei einer Müllsammelaktion in Wenden (Kreis Olpe) ist ein menschlicher Schädel gefunden worden. Eine Mordkommission habe die Ermittlungen nach dem Fund nahe der A4 aufgenommen, teilten die Staatsanwaltschaft Siegen und die Polizei Hagen mit. Es werde in alle Richtungen ermittelt.
Demnach werde auch geprüft, ob es sich um den Kopf der 32-jährigen Eritreerin handelt, deren Hände bereits im November auf der A45 bei Olpe und deren Körper kurze Zeit später in einem Waldgebiet in Monreal in Rheinland-Pfalz gefunden worden waren.