Pistorius über deutsche Truppe: "Weiter, als so mancher meint"
Autor: Agentur dpa
Berlin, Dienstag, 15. Sept. 2026
Boris Pistorius steht in der Kritik, zu viel in veraltete Waffensysteme zu investieren. Diese lässt er nicht unkommentiert stehen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius weist Behauptungen zurück, dass bei der Modernisierung der Bundeswehr übermäßig viel Geld in überholte Waffensysteme investiert werde. "Wir sind in der Bundeswehr längst weiter, als da draußen so mancher meint", erklärte der SPD-Politiker während eines Besuchs auf einem Berliner Campus für Unternehmen aus den Bereichen Verteidigungs- und Sicherheitstechnologie.
Die Armee investiere mittlerweile etwa die Hälfte ihrer Mittel in neue Technologien und technologiegestützte Systeme. Nur rund die Hälfte der Mittel fließe in das vermeintliche "Altmetall", wie Panzer und Schiffe von einigen Kritikern genannt werden.
Falsche Schwerpunkte bei Aufrüstung? Verteidigungsminister Pistorius in der Kritik
Pistorius sagte, er sei daher sehr, sehr interessiert an Begegnungen mit neuen Start-ups und mit Ablegern etablierter Unternehmen, um neue Ideen kennenzulernen. Deutschland brauche mehr Unabhängigkeit von Rivalen außerhalb Europas im digitalen Bereich, im IT-Bereich sowie im KI-Bereich und im Chemiebereich.
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Mitte des Monats hatte das Kieler Institut für Weltwirtschaft der Bundeswehr vorgeworfen, falsche Schwerpunkte bei der Aufrüstung zu setzen. Statt in Panzer, Schiffe und Soldaten müsse mehr Geld in Drohnen, KI und Robotik fließen, forderte Präsident Moritz Schularick.
Der Süddeutschen Zeitung sagte Schularick, statt die 700 Milliarden Euro, die bis 2030 für die Modernisierung der Bundeswehr zur Verfügung stünden, gezielt in Waffensysteme der Zukunft zu investieren, gebe Pistorius einen Großteil des Geldes weiter für Panzer, Fregatten und andere veraltete Technologien aus.