Nun könnte es bald die Urlauber treffen: Auch bei der Lufthansa-Tochter Eurowings haben sich die Piloten streikbereit gemacht. Die Gründe ähneln denen bei der Mutter Lufthansa.
Jetzt drohen auch Pilotenstreiks bei der Lufthansa-Tochter Eurowings. Bei einer Urabstimmung haben 94 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für einen Arbeitskampf gestimmt, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit berichtet. Teilgenommen haben den Angaben zufolge 82 Prozent der infrage kommenden Mitglieder.
Ein konkreter Zeitpunkt für einen Arbeitskampf wurde zunächst nicht genannt. Es solle «zeitnah» über das weitere Vorgehen informiert werden.
Bei der von vielen Urlaubern genutzten Direktfluggesellschaft mit Sitz in Köln geht es wie bei der Mutter Lufthansa um die Betriebsrenten der Pilotinnen und Piloten. Bei den Verhandlungen habe der Konzern jede Volumenerhöhung ihres Beitrags abgelehnt, kritisiert die Gewerkschaft.
Arbeitgeber soll sich bewegen
VC-Präsident Andreas Pinheiro verlangt ein «ernsthaftes Entgegenkommen der Arbeitgeberseite». Er sagt laut einer Mitteilung: «Mit diesem eindeutigen Votum erhält die Vereinigung Cockpit ein starkes Mandat der Pilotinnen und Piloten bei Eurowings, ihre Forderungen nach einer Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung konsequent weiterzuverfolgen.»
In einer ersten Reaktion begrüßte die Fluggesellschaft, dass die VC ihre Bereitschaft signalisiert habe, konstruktive Gespräche fortzusetzen. Man freue sich auf den nächsten vereinbarten Gesprächstermin am 25. März, sagte eine Eurowings-Sprecherin.
Bei der Kerngesellschaft Lufthansa haben die Piloten in der vergangenen Woche bereits das zweite Mal die Arbeit niedergelegt. Vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München waren am Donnerstag und Freitag jeweils hunderte Flüge ausgefallen. Betroffen waren viele tausend Passagiere. Am Donnerstag hatte die VC auch die Regionaltochter Lufthansa Cityline bestreikt.