MV-Wahl 2026: CDU fliegt aus Landtag - übernimmt jetzt Amthor?
Autor: Redaktion, Agentur dpa
Schwerin, Sonntag, 20. Sept. 2026
Nach der krachenden Niederlage in Sachsen-Anhalt erlebt die Union bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erneut ein Debakel. Nun wird über die Personalie Philipp Amthor diskutiert.
Update vom 21. September 2026, 06.24 Uhr: MV-Wahl 2026: CDU fliegt aus Landtag - übernimmt jetzt Amthor?
Die CDU mit Landesvorsitzendem Daniel Peters erlebt nach der Niederlage in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen das nächste Debakel - so formulierte es der Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Friedrich Merz. Mit dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde liegt die Partei in Mecklenburg-Vorpommern in Trümmern.
Einst stellte die CDU die Regierungschefs im Land, regelmäßig erreichte sie Ergebnisse über 30 Prozent. Selbst die frühere Kanzlerin Angela Merkel hatte hier in Vorpommern-Rügen ihren Wahlkreis. Nun erzielt die CDU in MV ihr schlechtestes Resultat bei einer Landtagswahl überhaupt. Spitzenkandidat Peters beklagte zwar Gegenwind im Wahlkampf durch die Politik in Berlin, aber auch er selbst ist stark beschädigt. Die Diskussion um einen personellen Neuanfang scheint unausweichlich.
Nächstes Wahldesaster für CDU: Spekulationen um Amthor
Spekuliert wird dabei über den Namen Philipp Amthor. Der 34-Jährige aus Ueckermünde ist seit Juli Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt. Von April 2024 bis Mai 2025 war er Generalsekretär im CDU-Landesverband. Übernimmt er jetzt die Führung? Amthor wird zum konservativen Flügel der CDU gezählt. Ob er sich der Herausforderung stellen würde, ist unklar. Und dann ist da noch die Frage, ob es unter seiner Führung gelänge, der AfD wieder konservative Wähler abzuwerben.
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Update vom 20. September 2026, 20.40 Uhr: CDU könnte aus Landesparlament fliegen
Die CDU ist in Mecklenburg-Vorpommern in Hochrechnungen sowohl von ARD als auch ZDF auf 5,0 Prozent gefallen und muss damit weiter um den Einzug in den Landtag zittern. Falls sie es nicht schafft, wäre dies das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass die CDU nicht in ein Landesparlament einzieht.
Gleichzeitig wäre dies der schlechtmöglichste Wahlausgang aus Sicht des CDU-Vorsitzenden und Kanzlers Friedrich Merz, der das Ergebnis bereits am Abend als "Desaster" bezeichnet hatte. Mit genau 5,0 Prozent wäre die CDU allerdings noch im Landtag vertreten.
Das BSW fällt in den Hochrechnungen beider Sender auf 4,9 Prozent und wäre damit nicht im Parlament. Dies wiederum hätte Auswirkungen auf eine mögliche Regierung unter Führung der bisherigen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD): Schafft es das BSW nicht in den Landtag, steigen die Chancen, dass SPD, Linke und Grüne eine gemeinsame, wenn auch knappe Mehrheit erreichen.
Update vom 20. September, 19.08 Uhr: MV-Landtagswahl: AfD aktuell stärkste Partei, CDU muss um Einzug zittern
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD die AfD nicht ganz eingeholt - Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kann aber voraussichtlich weiter regieren. Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF erleidet die CDU erneut ein Fiasko und könnte erstmals seit Gründung der Bundesrepublik nur ganz knapp im Parlament verbleiben. Die Linke verliert deutlich an Zustimmung, bleibt für Schwesig aber als Regierungspartnerin erhalten.