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Leizen: Vergiftungs-Symptome bei Zustellerin - DHL-Paketzentrum evakuiert


Autor: Alexander Milesevic, Agentur dpa

17209 Leizen, Mittwoch, 23. Sept. 2026

Eine Paketzustellerin meldet der Polizei Symptome, die auf giftiges Quecksilber hindeuten könnten. Spezialisten sind im Paketzustellzentrum in Leizen in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.
Container des Logistikers und Paketunternehmens DHL, das an der Börse Deutsche Post AG heißt, stehen vor dem Logistikzentrum von Amazon. In Leizen ist ein DHL-Paketzentrum wegen eines Quecksilberverdachts geräumt worden.


Nach möglichen Anzeichen einer Vergiftung bei einer Paketzustellerin in einem DHL-Paketzustellzentrum im mecklenburgischen Leizen laufen die Ermittlungen der Polizei zu den Hintergründen des Vorfalls. Spezialisten der Feuerwehr untersuchen, um welchen Gefahrstoff es sich handeln könnte. Die Symptome könnten auf Quecksilber hinweisen, erklärte ein Polizeisprecher am Dienstagabend (22. September 2026).

Seit Nachmittag waren Polizei und Feuerwehr an dem DHL-Standort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Einsatz. "Die Ermittlungen zur Ursache und den weiteren Umständen des Vorfalls dauern an", schrieb die Polizei. DHL war zunächst nicht erreichbar.

Vergiftungs-Symptome: Paketzustellerin wird ärztlich behandelt

Zuvor hatte sich die Zustellerin am Dienstag bei der Polizei gemeldet und von körperlichen Beschwerden berichtet, teilte die Rostocker Polizei mit. Über 20 Mitarbeiter seien deshalb am Dienstagnachmittag vorsichtshalber evakuiert worden.

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Welche Symptome die 50-jährige Paketzustellerin hatte, konnte der Polizeisprecher zunächst nicht sagen. Ihren Angaben zufolge könnten die Beschwerden im Zusammenhang mit einer Flüssigkeit stehen, mit der sie am Freitag bei ihrer Tätigkeit als Zustellerin in Kontakt gekommen sein soll. Die Frau befindet sich in ärztlicher Behandlung.

Das hochgiftige Schwermetall Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Eine längere Belastung kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Beispielsweise können das Einatmen von Quecksilberdämpfen Gehirn, Lunge, Nieren und das Immunsystem dauerhaft schädigen.

Quecksilberfund am Wochenende - zwei Frauen verletzt

Am Wochenende war in Neustadt-Glewe - ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern - eine Wohnung nach einem Quecksilberfund geräumt worden. Eine der Bewohnerinnen habe online Blumen bestellt, in der Lieferung sei der gefährliche Stoff entdeckt worden, hieß es von der Polizei.

Der Verdacht auf Quecksilber wurde laut Polizeiangaben von Spezialkräften der Feuerwehr aus Hamburg bestätigt. Zwei Bewohnerinnen mussten ärztlich behandelt werden. Ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen besteht, wird derzeit geprüft, so die Polizei.

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