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Amokfahrt in Leipzig: Ein Todesopfer kommt aus Franken


Autor: Nadine Wüste, Alexander Milesevic, Agentur dpa

Leipzig, Dienstag, 05. Mai 2026

Ein Mann fährt mit einem Auto in die Fußgängerzone in der Leipziger Innenstadt. Zwei Menschen kommen ums Leben, weitere werden verletzt. Ein Opfer kommt aus Oberfranken.
Rettungskräfte stehen in der Nähe eines beschädigten Autos an der Stelle, wo ein 33-jähriger deutscher Staatsbürger in die belebte Fußgängerzone in Leipzig gefahren ist. Zwei Menschen starben dabei - mehrere wurden verletzt.


Update vom 05.05.2026, 11.06 Uhr: Anzahl der Verletzten nach Amokfahrt in Leipzig weiter unklar - Opfer aus Franken

Nach der Amokfahrt mit zwei Toten und drei Schwerverletzten laufen die Ermittlungen zur Tat weiter. Inzwischen ist klar: Eines der Todesopfer kommt aus Franken, wie unser Schwesterportal, der Fränkische Tag, berichtet. Die genaue Zahl der Verletzten ist am Dienstag (5. Mai 2026) weiterhin unklar. "Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Sicher ist bislang nur: Drei Menschen wurden schwer verletzt, hinzu kommen zahlreiche weitere Betroffene. Insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Geschehnissen betroffen sein.

Ersten Erkenntnissen zufolge geht die Polizei nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hatte bereits am Abend von einem mutmaßlichen Einzeltäter gesprochen. "Wenn wir von einer Amokfahrt sprechen, dann spricht das für eine Tat, die in wütendem, rasendem Zustand geschieht und oft auch mit einer psychischen Labilität. Ob das in diesem Fall zutrifft, werden Polizei und Staatsanwaltschaft klären", sagte der CDU-Politiker. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war der Mann vor der Tat polizeibekannt.

Trauer um Opfer: Leipzig setzt Flaggen auf halbmast

Bei der Amokfahrt wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet. Beide waren deutsche Staatsbürger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie wegen versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.

Der 33-jährige Tatverdächtige war am späten Montagnachmittag mit einem weißen Wagen  vom Augustusplatz kommend über die Grimmaische Straße bis zum Markt gefahren, das Auto erfasste dabei mehrere Menschen. Der 33-jährige deutsche Tatverdächtige wurde noch im Fahrzeug von der Polizei festgenommen. Widerstand leistete er nicht. Der Mann soll im Laufe des Dienstags einem Haftrichter vorgeführt werden.

In der Stadt hat inzwischen die Trauer begonnen. Am Tatort legen Menschen Blumen und Kerzen nieder, die Flaggen am Neuen Rathaus wurden auf halbmast gesetzt.

Gedenkandacht geplant

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigte sich tief betroffen. "Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien", teilte er mit. Sachsens Opferbeauftragte Iris Kloppich bot den Betroffenen Unterstützung an. Sie sei Anlaufstelle für Opfer schwerer Gewalttaten und verstehe sich als Lotsin zu Hilfsangeboten.

Für den Nachmittag ist eine zentrale Gedenkandacht geplant. In der Nikolaikirche soll um 17 Uhr eine ökumenische Feier stattfinden, an der Kretschmer teilnehmen will. Auch die Thomaskirche ist für Trauernde geöffnet.

Die Polizei sichert unterdessen weiter Spuren. Die Grimmaische Straße und der Bereich rund um den Markt bleiben voraussichtlich den gesamten Dienstag über gesperrt. Wie lange die Ermittlungen andauern, war zunächst unklar.

Innerstädtisches Sicherheitskonzept wird geprüft

Der Wochenmarkt auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus, an dem der Tatverdächtige am Montag mit seinem Fahrzeug vorbeigefahren war, könne wie geplant stattfinden, teilte die Stadt mit. Es sei den Marktverkäufern freigestellt, ob sie ihre Stände aufbauten oder nicht, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Matthias Hasberg, der dpa. Die Zufahrt sei trotz der Sperrungen möglich.

Die Stadt Leipzig will zudem die Sicherheitsvorkehrungen in der Innenstadt überprüfen - laut WDR besonders für die Stelle, an der der Täterverdächtige mit dem Auto in die Fußgängerzone gefahren ist. Nach Angaben eines Sprechers konnte der Tatverdächtige offenbar über den Augustusplatz in die Fußgängerzone fahren, ohne auf Hindernisse wie Poller zu treffen. Nun solle das gesamte Sicherheitskonzept der Innenstadt auf den Prüfstand gestellt werden.

Update vom 05.05.2026, 6 Uhr: 33-Jähriger fährt zwei Menschen tot - Polizei zu möglichem Motiv

Nach der vermuteten Amokfahrt in Leipzig, die zwei Menschen das Leben kostete und drei weitere schwer verletzte, soll der Fahrer des Fahrzeugs heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 33-jährige deutsche Staatsbürger wurde am Montagabend direkt nach der Tat festgenommen. Unklar bleibt, wie es um die Schwerverletzten steht.

Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) äußerte ebenfalls am Montagabend, dass es sich bei dem festgenommenen Fahrer aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Einzeltäter, einen Amoktäter, handle. Nach Informationen der dpa war der Mann bereits vor der Tat polizeibekannt, jedoch nicht einschlägig. Zuvor hatte die Leipziger Volkszeitung darüber berichtet.

Bei dem Vorfall wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet, drei Personen erlitten schwere Verletzungen. Die beiden Todesopfer seien ebenfalls Deutsche, wie die Polizei mitteilte. Zudem gab es zahlreiche weitere Verletzte, wie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sagte. Nach Angaben der Polizei sind insgesamt etwa 80 Menschen betroffen. Wie viele davon körperlich verletzt wurden, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.

"Erschüttert mich zutiefst": Ministerpräsident äußert sich zu Amokfahrt 

Der Mann war am frühen Abend mit einem weißen Auto vom Augustusplatz kommend über den Marktplatz gefahren und hatte dabei mehrere Menschen angefahren. Der Täter sei von der Polizei noch im Auto "dingfest gemacht" worden, hieß es seitens der Polizei. Der Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen, er sei in Deutschland geboren und in der Region Leipzig wohnhaft.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) teilte nach dem tödlichen Verbrechen mit: "Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien." Den Verletzten wünsche er Kraft und schnelle Genesung. In der Leipziger Nikolaikirche und Thomaskirche können Menschen heute der Opfer gedenken. Um 17.00 Uhr sei eine ökumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant, teilte der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mit. Zudem gebe es in beiden Kirchen Raum zum Trauern, für Gespräche, Seelsorge und um Kerzen anzuzünden. Sie seien den ganzen Tag geöffnet.

Die Grimmaische Straße führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone bis zur Thomaskirche. In der Nähe befindet sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution. Die Grimmaische Straße und der Marktplatz bleiben noch bis zum späten Dienstagnachmittag gesperrt, da die Polizei dort Spuren sichert und weiter ermittelt, wie ein Sprecher mitteilte.

Update vom 04.05.2026, 19.50 Uhr: "Ist ein Amoktäter" - 33-jähriger Deutscher in Menschengruppe gefahren

Bei dem mutmaßlichen Täter der tödlichen Fahrt in Leipzig handelt es sich um einen 33-jährigen Deutschen. "Es ist ein Amoktäter", sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster in Leipzig.

Er befinde sich in Leipzig in Polizeigewahrsam, sagte Polizeipräsident René Demmler. Der mutmaßliche Amokfahrer sei vom Augustusplatz über die Grimmaische Straße über den Markt gefahren. Es habe zwei schwere Kollisionen gegeben. Nach den Angaben starben zwei Menschen, es gab eine Vielzahl von Verletzen.

Update vom 04.05.2026, 18.15 Uhr: Zwei Menschen tot - Fahrer festgenommen

Nachdem ein Auto in der Leipziger Innenstadt in mehrere Personen gefahren ist, wurde der Fahrer in Gewahrsam genommen. Das teilte die Polizei auf X mit, wie die Deutsche Presse-Agentur am Abend berichtet. Von dem Fahrer gehe momentan keine Gefahr mehr aus.

Laut einem Stadtsprecher sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Zudem wurden zwei Personen schwer verletzt. Nach Angaben der Stadt gibt es etwa 20 weitere Betroffene. Zum genauen Grad der Verletzungen war zunächst nichts bekannt. Wie die Polizei mitteilte, haben die Rettungskräfte einen sogenannten "Massenanfall von Verletzten" ausgerufen.

Ursprungsmeldung vom 04.05.2026, 17.39 Uhr: Auto fährt in Menschenmenge – das ist bekannt

In der Leipziger Innenstadt ist ein Fahrzeug in eine Gruppe von Personen gefahren. Laut den Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte, jedoch keine Todesopfer. Ein Polizeisprecher erwähnte eine "dynamische Lage". Genauere Informationen zum Ablauf und den Hintergründen waren zunächst nicht verfügbar. Auf X war ein Video zu sehen, das zahlreiche Einsatzkräfte zeigt: Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei.

Die Grimmaische Straße erstreckt sich vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Umgebung befinden sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein bedeutender Ort der Friedlichen Revolution.

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