Druckartikel: Kommt jetzt der Preisschock bei Strom und Gas? Eon mit Düster-Prognose

Kommt jetzt der Preisschock bei Strom und Gas? Eon mit Düster-Prognose


Autor: Agentur dpa

Berlin, Montag, 13. April 2026

Beim Sprit müssen die Deutschen jetzt schon deutlich tiefer in die Tasche greifen. Nun könnte es auch bei Strom und Gas zu einer unangenehmen Entwicklung kommen - und das dauerhaft.


Beim Sprit müssen wir jetzt schon tiefer in die Tasche greifen - kommt jetzt aber noch ein weiterer Preis-Hammer? Tatsächlich rechnet der Energieversorger Eon infolge des Iran-Kriegs mit langfristig erhöhten Strom- und Gaspreisen.

"So schnell wird das generelle Preisniveau, das wir vor dem Iran-Konflikt hatten, nicht zurückkehren", sagte Filip Thon, Vorstandschef der Eon-Vertriebstochter Eon Energie Deutschland, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe). 

Preise auf Energiebörsen hoch - dauerhafter Trend?

Thon geht davon aus, dass die Preise an den Energiebörsen "noch einige Zeit" über dem Vorkrisenniveau liegen werden. Hintergrund seien deutlich gestiegene Kosten beim Energieeinkauf. "Im Einkauf an den Energiebörsen haben sich die Preise für das laufende Jahr zwischenzeitlich beim Gas um 75 Prozent und beim Strom um 35 Prozent erhöht", sagte er. "Für das nächste Jahr haben wir schon Preisanstiege im Energiegroßhandel um 60 Prozent beim Gas und 20 Prozent beim Strom gesehen." 

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Die kurzfristigen Schwankungen ließen sich zwar "nicht eins zu eins auf die Tarife für Endkunden übertragen", betonte Thon. "Aber der allgemeine Trend ist klar." 

Eon ist Deutschlands größter Energieversorger mit hierzulande zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaslieferverträgen. In Deutschland ist das Unternehmen über zahlreiche Tochtergesellschaften außerdem der größte Strom-Verteilnetzbetreiber mit einem Anteil von rund einem Drittel der Netzlänge.