Kleinpörthen: Vater und Kinder (5 & 9) sterben bei Brand - "Dorf ist geschockt"
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Kleinpörthen, Freitag, 18. Sept. 2026
Bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus kamen ein Mann und zwei Kinder ums Leben. Die Polizei sucht nach der Ursache – und meldet erste Erkenntnisse.
Nach einem verheerenden Hausbrand in Kleinpörthen in der Gemeinde Schnaudertal (Sachsen-Anhalt) sind drei Menschen gestorben. Der Brand in dem Einfamilienhaus löste am Mittwochabend (16. September 2026) einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften aus.
Der 38 Jahre alte Vater und sein fünfjähriger Sohn kamen noch vor Ort ums Leben. Die Obduktion der Leichen ergab, dass beide an einer Rauchgasintoxikation starben, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Halle. Am Donnerstag starb auch die neunjährige Tochter der Familie im Krankenhaus. Sie sei ihren Verletzungen erlegen, sagte die Sprecherin. Zuvor hatte die Mitteldeutsche Zeitung berichtet. Die Mutter befinde sich nicht in Lebensgefahr. Laut Sprecherin wurde die 36-Jährige durch den Brand nicht verletzt und befindet sich wegen eines Schockzustands im Krankenhaus.
Drei Tote bei Feuer in Kleinpörthen - Polizei ermittelt zur Brandursache
Wie es zu dem Brand kommen konnte, wird derzeit ermittelt. Der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Halle sucht nach Antworten. Die ganze Nacht seien Polizeikräfte vor Ort gewesen, sagte eine Sprecherin.
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Gegen 21 Uhr wurden am Mittwochabend Feuerwehr und Rettungskräfte alarmiert. 45 Feuerwehrkräfte verschiedener Wehren eilten zum Brandort. Zu diesem Zeitpunkt waren der Vater, sein Sohn, seine Tochter und die Mutter der Kinder noch im Haus.
Notärztliches Personal versuchte, das Leben der beiden tödlich Verletzten zu retten. Doch auch intensive Reanimationsmaßnahmen kamen für den Vater und seinen Sohn zu spät, heißt es von der Polizei. Mit schweren Verletzungen wurden Mutter und Tochter in ein Krankenhaus gebracht, wo das neunjährige Mädchen am Donnerstag starb. Ein Hubschrauber kam zum Einsatz.
Benzinkanister im Haus gefunden
Die Staatsanwaltschaft Halle gehe von einem sogenannten "erweiterten Suizid des Vaters" durch das Feuer aus. Das Brandgeschehen habe sich nur kleinräumig im Inneren des Hauses abgespielt. Demnach wurden Benzinkanister gefunden. Inwiefern diese genutzt worden seien, sei Teil der Ermittlungen.
"Das Dorf ist geschockt", sagte der Kleinpörthener Ortsbürgermeister Hans-Hubert Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Der Fall habe die Menschen in dem kleinen Ort wie ein Schlag getroffen. Der 38-jährige Tote sei selbst aktives Mitglied der freiwilligen Ortsfeuerwehr gewesen. "Es ist tragisch, weil das ein aktiver Kamerad gewesen ist und eben sehr jung", so der Bürgermeister. In den vergangenen Wochen habe der Mann gemeinsam mit anderen etwa beim Bau einer neuen Feuerwehrgarage im Dorf geholfen.