Inflation springt nach Ende des Tankrabatts auf 2,8 Prozent
Autor: dpa
, Donnerstag, 30. Juli 2026
Mit der vom Staat verordneten Entlastung an der Zapfsäule ist es vorbei und der Iran-Krieg dauert an. Das sind keine guten Vorzeichen für die weitere Entwicklung der Teuerungsrate in Deutschland.
Nach dem Auslaufen des Tankrabatts hat sich das Leben in Deutschland sprunghaft verteuert. Im Juli lagen die Verbraucherpreise um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
Im Mai und im Juni hatte die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter den Preisauftrieb gedämpft. Die Inflationsrate sank bis auf 2,3 Prozent im Juni. Noch im April hatte der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs die Teuerungsrate mit 2,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024 getrieben.
Iran-Krieg lastet auf Energiemärkten
Der Tankrabatt ist Ende Juni ausgelaufen. Zugleich lastet der nach wie vor nicht beendete Iran-Krieg auf den Energiemärkten, zwischenzeitlich lag der Ölpreis erneut über der Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter), ging dann aber wieder zurück. Weil viele Erzeuger höhere Energiekosten nach und nach auf ihre Preise aufschlagen, könnten etwa Nahrungsmittel in den kommenden Monaten teurer werden.
Im Juli lagen die Energiepreise in Deutschland nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker um 8,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juni waren es 3,4 Prozent. An den Zapfsäulen sind Preise über zwei Euro für den Liter Sprit wieder die Regel. Höhere Großhandelspreise für Gas kommen zumeist mit Verzögerung bei privaten Haushalten an.
Lebensmittelpreise unterdurchschnittlich gestiegen
Für Lebensmittel mussten die Menschen hierzulande im zu Ende gehenden Monat den Angaben zufolge wie in den beiden Vormonaten 0,4 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat.
Dienstleistungen, zu denen Restaurantbesuche und Reisen zählen, verteuerten sich im Juli um 2,9 Prozent (Mai und Juni 3,1 Prozent).
Insgesamt zogen die Verbraucherpreise von Juni auf Juli des laufenden Jahres auf Basis der vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes um 0,8 Prozent an.