ICE-Lokführer rauscht an geplantem Halt vorbei – und muss Extra-Stopp einlegen
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Fulda, Sonntag, 18. Oktober 2026
Ein überfüllter ICE hat seinen Halt ausgelassen und musste dann einen ungeplanten Halt einlegen. Betroffene Reisende mussten von dort aus mit dem Regionalzug zurückfahren.
Der Lokführer eines vollbesetzten ICEs hat auf der Strecke von Frankfurt/Main nach Berlin den Halt in Fulda ausgelassen.
Eine Schaffnerin verkündete über Lautsprecher, dass sie nicht rechtzeitig den Lokführer informieren konnte, dass er in Fulda hätte stoppen müssen, berichtete eine dpa-Reporterin, die sich im Zug befand.
Wagen der 1. Klasse konnten nicht mehr geöffnet werden
Stattdessen hielt der ICE 596 in Hünfeld, einer kleinen Stadt etwa 18 Kilometer entfernt in Osthessen. Alle Reisenden, die nach Fulda wollten, mussten dort am Sonntagnachmittag aussteigen und mit einem Regionalzug zurückfahren.
Da der Fernzug für den Bahnsteig in Hünfeld zu lang war, blieben die Türen der Wagen der 1. Klasse geschlossen.
Der Zug sollte planmäßig um 16.15 Uhr in Frankfurt starten und dann über Fulda, Eisenach, Erfurt, Leipzig und Wittenberg nach Berlin fahren. Er verließ Frankfurt jedoch später, da mehrere Wagen überfüllt waren und das Zugpersonal die Fahrgäste bat, sich in den vorderen Wagen zu verteilen. Erst mit etwa 15 Minuten Verspätung setzte er seine Fahrt fort.