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Hamburg: Neue Sternbrücke rollt durch die Stadt - spektakuläre Bilder


Autor: Agentur dpa, Redaktion

Hamburg, Freitag, 31. Juli 2026

Im Bezirk Altona in der norddeutschen Metropole Hamburg wurde eine Brücke per Schwerlastgerät durch die Straßen transportiert. Die dabei entstandenen Bilder sind spektakulär.
Der Rohbau der neuen Sternbrücke wird durch Hamburg transportiert.


Es ist ein ganz und gar erstaunlicher Anblick, der sich den Bewohnern der Stadt Hamburg direkt vor ihrer Haustür geboten hat: Dort wurde eine über 100 Meter lange und 21 Meter breite Eisenbahnbrücke Zentimeter für Zentimeter durch den Bezirk Altona bewegt. Der 3.700-Tonnen-Koloss wurde in der Nacht von einem Schwerlastgerät mit 1.088 Rädern zunächst langsam durch die Straßen geschoben, dann leicht gedreht und schließlich am zukünftigen Bestimmungsort abgesetzt.

Die Brücke bewegte sich dabei mit maximal etwa einem Kilometer pro Stunde. Gegen 7 Uhr lag die Brücke schließlich auf, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte. Während der mehrstündigen Präzisionsaktion, die von zahlreichen Schaulustigen und Anwohnern beobachtet wurde, hatte das Bauwerk teils nur etwa 20 Zentimeter Abstand zu den Hauswänden.

Brücken-Transport in Hamburg sorgt für Aufregung

"Einige haben sich das nicht entgehen lassen, diesen Transport direkt aus erster Reihe aus ihren Fenstern miterleben zu können. War eine nette Stimmung tatsächlich hier vor Ort", sagte Janna Widmaier, Bahn-Projektleiterin, in der Nacht. Die Max-Brauer-Allee wurde dafür im Schnitt um etwa 60 Zentimeter aufgeschüttet und mit Stahlplatten verstärkt. Entlang des Weges wurden Laternen abgesägt, das Vordach einer Tankstelle gekürzt und 86 Bäume gefällt. Der Rohbau der Eisenbahnbrücke war in etwa 500 Meter Entfernung montiert worden, am Mittwoch etwa 50 Meter seitwärts versetzt und auf die Einbauhöhe von sechs Metern über dem Straßenniveau angehoben.

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Die alte Sternbrücke war bereits vor einer Woche abgebaut worden. Ankunft der neuen Sternbrücke wird gefeiert. Im Viertel herrschte in der Nacht ausgelassene Partystimmung. Bewohner und Schaulustige sangen das Lied "Über sieben Brücken musst du geh'n", Menschen saßen mit Kaltgetränken in Klappstühlen und beobachteten geduldig die präzise Millimeterarbeit auf der hell erleuchteten Baustelle. "Wann kommt das schon mal vor, dass eine Brücke hier vorbeifährt im Viertel. Das ist ein Ereignis, das sonst keiner im Leben so mitkriegt", sagte einer der Anwohner der Deutschen Presse-Agentur. Ein anderer ergänzte: "Das ist ein Spektakel. Das ist ein Wunderwerk, dass das überhaupt funktioniert."

Projektleiterin Janna Widmaier zeigte sich am Morgen erleichtert: "Heute ist natürlich das Highlight vom Projekt: der Einbau der neuen Sternbrücke. Aber das Projekt ist lange noch nicht zu Ende. Es wird noch viel zu tun geben." Bis Ende August werde rund um die Uhr gearbeitet, "um dann wieder den Eisenbahnbetrieb aufnehmen zu können - mit der neuen Sternbrücke." Die bedeutende Eisenbahnstrecke verbindet den Hauptbahnhof und den Bahnhof Altona miteinander. Fast 1000 Fern- und Nahverkehrszüge sowie S-Bahnen fahren täglich über die Sternbrücke. Ab dem 31. August sollen die Züge hier wieder verkehren.