Bund und Länder einigen sich auf neuen Tankrabatt
Autor: dpa
, Freitag, 18. Sept. 2026
Die Bundesregierung vereinbart mit den Ländern ein neues Paket für Entlastungen bei den hohen Spritreisen. Worum es geht.
Autofahrer in Deutschland sollen angesichts der hohen Spritpreise kurzfristig mit einem neuen Tankrabatt entlastet werden. Dieser soll bis Ende des Jahres gelten. Angestrebt wird laut einer Mitteilung der Bundesregierung, dass der Tankrabatt Anfang Oktober umgesetzt ist. Wird er voll weitergegeben, könnte die Entlastung 17 Cent pro Liter betragen.
«Bund und Länder werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen angesichts der hohen Spritpreise gemeinsam entlasten», teilte die Bundesregierung weiter mit - kurz vor den Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Dienstag Entlastungen angekündigt. Die konkreten Maßnahmen blieben aber zunächst offen.
Nun ist neben dem Tankrabatt spätestens ab Januar 2027 auch ein Spritpreisdeckel geplant, aber als Kriseninstrument und nicht dauerhaft. In einem Beschlusspapier heißt es: «Der Bund wird in regelmäßige Gespräche mit der Mineralölwirtschaft eintreten und einen nicht dauerhaften, krisenbedingten Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens frühestmöglich, spätestens aber zum 1. Januar 2027, einführen.»
Das Entlastungsvolumen der beschlossenen Steuermaßnahmen liegt laut Bundesregierung bei 2,5 Milliarden Euro. Die Länder sollen sich mit 50 Prozent an den Kosten beteiligen. Für den Bundesanteil sollen laut Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Ausgabenreste im Haushalt 2026 genutzt werden.
Tankrabatt
Wie die Bundesregierung mitteilte, sollen die Steuern auf Benzin und Diesel bis Ende 2026 um faktisch 17 Cent gesenkt werden. Von Anfang Mai bis Ende Juni galt bereits ein Tankrabatt auf Benzin und Diesel mit einer Entlastung in derselben Größenordnung.
Klingbeil sagte am Rande eines Finanzministertreffens in Dublin zum Tankrabatt, er könne kein konkretes Datum nennen, die Senkung solle so schnell wie möglich kommen.
Merz: Helfen Bürgern
«Wer jeden Tag auf das Auto angewiesen ist, kommt an seine Belastungsgrenze», sagte Merz laut Mitteilung. «Wir zeigen, dass wir in der Krise widerstandsfähig sind und den Bürgerinnen und Bürgern helfen.» Er sprach auch mit Blick auf angespannte von einem starken Signal.