Gibt es in Mannheim bald die erste Swingerparty im Rathaus?
Autor: Agentur dpa
Mannheim, Freitag, 07. August 2026
Ein süddeutscher Stadtrat will eine FKK-Swingerparty im Rathaus veranstalten. Die Stadt ist dagegen. Doch ein Argument ist gar nicht so abwegig.
Die Stadt Mannheim reagiert schmallippig auf Pläne des Mannheimer Stadtrats Julien Ferrat (Die Mannheimer), im Rathaus eine Swingerparty zu veranstalten. "Zu der von Stadtrat Julien Ferrat angekündigten Veranstaltung liegen der Stadt Mannheim bisher keine konkreten Informationen vor", hieß es.
Laut dem Kommunalpolitiker haben sich schon die ersten Interessenten gemeldet. "Insofern wird auf jeden Fall eine politische Swingerparty stattfinden - idealerweise im Rathaus, notfalls in privaten Räumlichkeiten", sagte er der dpa.
"FKK Swinger-Paradies für Mannheim" - Stadt bleibt kritisch
Anhand der bisher bekannten und spärlichen Informationen bestünden erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit und Durchführbarkeit der von ihm genannten Pläne, schrieb die Stadt auch an Ferrat selbst, wie dieser mitteilte. Die Stadt äußerte sich zunächst nicht dazu, auf welcher Grundlage und wann über das ungewöhnliche Ansinnen entschieden werden könnte.
Laut Ferrat hat die Stadt bereits Kontakt mit ihm aufgenommen und nach konkreteren Informationen gefragt. "Es ist ein Abtasten auf beiden Seiten", sagte er der dpa. In einer Mail der Stadt an ihn, die der dpa vorliegt, hieß es: "Bislang haben Sie diesbezüglich noch keinen Antrag auf Raumüberlassung gestellt. Unsere Zweifel hinsichtlich der Zulässigkeit eines derartigen Vorhabens hatten wir Ihnen bereits mitgeteilt."
Die Party soll nach Worten des Kommunalpolitikers unter dem Motto "Ein FKK-Swinger-Paradies für Mannheim" stehen. Das Rathaus sei zentral gelegen und somit für Swingerpartys perfekt geeignet. "Es gibt keine Hausordnung oder kommunale Satzung, die Swingerpartys im Rathaus explizit verbietet."
Ferrat: Swinger-Paradies würde jährlich Millionen in Stadtkasse spülen
Darüber hinaus erklärte er: "Ein FKK-Swinger-Paradies in Mannheim würde jährlich Millionen in die Stadtkasse spülen." Sollte die Aktion von der Stadtverwaltung untersagt werden, werde er den Rechtsweg beschreiten und notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.
Ferrat hatte eigentlich vorgehabt, den Aufruf am Donnerstag im Amtsblatt zu veröffentlichen. Dem schob die Stadt jedoch vorerst einen Riegel vor. Dies war laut dem Stadtrat damit begründet worden, dass mit dem Aufruf für die Leser eventuell irreführende Informationen verbreitet werden könnten. Er wolle seinen Beitrag für das Amtsblatt nun überarbeiten und erneut eine Veröffentlichung beantragen.