Frau bei Faschingsumzug von Bus überfahren - Ärzte kämpfen um ihr Leben
Autor: Agentur dpa, Redaktion
Mönchengladbach, Mittwoch, 18. Februar 2026
Bei einem bekannten Karnevalsumzug ist eine junge Frau am Faschingsdienstag (17. Februar 2026) unter einen Bus geraten. Ihr Zustand ist laut Polizei kritisch.
Nach einem schweren Unglück bei einem Karnevalsumzug in Mönchengladbach befindet sich die schwerstverletzte Ordnerin in einem kritischen Gesundheitszustand. Das teilte die Polizei Mönchengladbach am Dienstagabend (17. Februar 2026) mit. Die 23 Jahre alte Frau war am Nachmittag unter einen Bus gekommen. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
Der Linienbus war Teil des Karnevalsumzugs gewesen, der in Mönchengladbach traditionell am Veilchendienstag stattfindet. Zu dem Unfall kam es kurz nach 15.30 Uhr. Der Karnevalszug sei zunächst gestoppt und schließlich in Absprache mit dem Veranstalter auf kürzestem Weg beendet worden, teilte die Polizei am Abend weiter mit. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls dauern an.
Mehrere Verletzte nach Faschingsumzügen - der Überblick
Während die großen Karnevalsumzüge in Köln und Düsseldorf am Rosenmontag stattfinden, feiert Mönchengladbach traditionell einen Tag später. Der Veilchendienstag ist in der Stadt der Höhepunkt der Karnevalstage. Bei dem Umzug säumen nach Veranstalterangaben regelmäßig Hunderttausende Zuschauer die Wegstrecke. Im Zug selbst sind etwa 4000 Mitwirkende. Am Sonntag war in Niederkassel südlich von Köln ein 51-Jähriger bei einem Karnevalsumzug von einem Wagen gestürzt und schwer im Gesicht verletzt worden.
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Er wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Auch zwei weitere Männer im Alter von 20 und 46 Jahren waren von dem Wagen gefallen. Sie erlitten leichte Verletzungen. Am Umzugswagen soll ein Brett gebrochen sein. Im hessischen Mühlheim am Main war nach dem Rosenmontagsumzug ein 51-Jähriger von einem Umzugswagen gefallen und lebensgefährlich verletzt worden.
Auch in früheren Jahren gab es mehrere schwere Unfälle, die teils sogar tödlich endeten. Ein 38-Jähriger stürzte 2024 bei Hönningen (Rheinland-Pfalz) auf der Fahrt zu einem Umzug so unglücklich in einen Motivwagen, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. In St. Goarshausen (Rheinland-Pfalz) geriet im selben Jahr ein 20-Jähriger unter einen Karnevalswagen und wurde tödlich verletzt. In Halle (Sachsen-Anhalt) wurde 2023 eine 21-Jährige von einem Mottowagen erfasst und starb später im Krankenhaus.