Frankfurt: Vermisster Achtjähriger wohl bei Mutter ohne Sorgerecht
Autor: Agentur dpa, Stefan Lutter
Frankfurt am Main, Freitag, 16. Januar 2026
Seit Mittwoch wird der achtjährige Noah aus Frankfurt vermisst. Die Polizei vermutet ihn bei seiner Mutter, die kein Sorgerecht hat, und sucht Zeugen.
Es ist ein Fall, der ganz Frankfurt bewegt: Der achtjährige Noah verschwand am Mittwoch, nachdem ein Fahrdienst ihn an seiner Schule abgesetzt hatte. Doch ins Schulgebäude ging er nie – stattdessen wurde sein Ranzen unweit der Schule gefunden.
Jetzt vermutet die Polizei, dass sich der Junge bei seiner Mutter aufhält. Brisant dabei: Sie hat kein Sorgerecht, und ihr Aufenthaltsort ist ebenso unklar wie der des Kindes.
Frankfurt: Noah (8) kam nie in der Schule an – Polizei veröffentlicht Foto von Vermisstem
Der seit Mittwoch, 14. Januar 2026, vermisste Achtjährige aus Frankfurt am Main wird nach Einschätzung der Polizei bei seiner Mutter vermutet. Dies sei nach den aktuellen Ermittlungsergebnissen anzunehmen, teilte die Polizei mit.
Noahs Mutter hat kein Sorgerecht. Der Aufenthaltsort von Mutter und Kind ist unklar. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf das Rhein-Main-Gebiet, erklärte die Polizei. Die Polizei veröffentlichte auch ein Foto des achtjährigen Noah, das "mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Verschwinden aufgenommen" wurde. Es zeigt den Jungen mit orangefarbener Jacke und Baseballkappe. Die Polizei bittet um Hinweise von Personen, die Noah in Begleitung einer Frau gesehen haben.
Der achtjährige Noah wurde am Mittwochmorgen laut Polizei an seiner Schule im Bahnhofsviertel abgesetzt und ist seitdem verschwunden. Noah lebte nicht bei seiner Familie und war nach Angaben der Stadt Frankfurt seit Herbst 2025 in Betreuung des Jugendamts. Diese Maßnahme bedeutet die vorübergehende Unterbringung in einem Heim oder einer Pflegefamilie.
Ermittlungen im familiären Umfeld des Jungen intensiviert
Das Jugendamt ordnet dies an, um das Wohl des Kindes sicherzustellen. Der Maßnahme im Fall von Noah ging ein richterlicher Beschluss voraus, erklärte das Sozialdezernat. Die Polizei hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Ermittlungen im familiären Umfeld des Jungen intensiviert werden. Grund seien unter anderem verschiedene Hinweise, sagte ein Sprecher. Es werde alles überprüft, was die Familie betrifft. Weitere Auskünfte gab die Polizei hierzu nicht.
Das Sozialdezernat erklärte, man stehe mit den Ermittlungsbehörden in engem Kontakt und unterstütze deren Ermittlungen vollumfänglich.