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Fensterputzer stecken in 240 Metern Höhe fest - gefährliche Rettung


Autor: Agentur dpa, Redaktion

Frankfurt am Main, Samstag, 04. Juli 2026

In Frankfurt am Main hat die wohl "höchste Rettung im urbanen Raum" in Deutschland stattgefunden. Zwei Gebäudereiniger waren in Lebensgefahr geraten.
Die Gondel hing auf Höhe des 44. Stocks eines Hochhauses in Frankfurt am Main.


Höhenretter der Berufsfeuerwehr Frankfurt haben am Donnerstag (2. Juli 2026) an einem Hochhaus zwei Fensterputzer aus einer defekten Arbeitsgondel geborgen. Laut einem Sprecher hing diese zunächst am 44. Stockwerk in 240 Metern Höhe an der Fassade fest, löste sich dann jedoch, wodurch Lebensgefahr für die beiden Arbeiter bestand.

Mittels einer Seilwinde wurden die Männer einzeln elf Stockwerke nach oben gezogen und in Sicherheit gebracht. Insgesamt 24 Feuerwehrleute waren laut den Angaben an dem Einsatz beteiligt, darunter fünf Höhenretter. Vermutlich lag an der Gondel ein technischer Defekt vor.

Feuerwehr kommt Arbeitern zu Hilfe - Fahrkorb prallt mehrmals gegen Fassade

Bei diesem Einsatz kam erstmals eine neu angeschaffte Akku-Seilwinde zum Einsatz, wie die Feuerwehr berichtet. Sie trug demnach entscheidend dazu bei, die Rettungsmaßnahmen zu beschleunigen, und ermöglichte es zwei eingesetzten Höhenrettern später, aus einer sehr gefährlichen Lage rasch zu entkommen.

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Während der Rettungsarbeiten wurde der Fahrkorb, der normalerweise in Führungsschienen läuft, durch starke Windböen aus seiner stabilen Position gedrückt. Er entfernte sich dabei um bis zu acht Meter von der Gebäudefassade und prallte anschließend mehrmals gegen die Glasfassade zurück, wie es heißt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zwei Höhenretter im Fahrkorb. Durch die Akku-Seilwinde konnten sie sich in kurzer Zeit nach oben ziehen lassen und die Gefahrenzone unverletzt verlassen.

"Der starke Wind hat die Rettungsarbeiten erheblich erschwert. Dank der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Objektbetreiber und der regelmäßigen Übungen am Commerzbank-Hochhaus kannten wir die örtlichen Gegebenheiten genau und konnten auf diese außergewöhnliche Einsatzlage vorbereitet reagieren", erklärt Fabian Ommert, Einheitsführer der Höhenrettung bei diesem Einsatz.

Experte: "Haben genau die richtige Entscheidung getroffen"

Nachdem die beiden Fassadenreiniger gerettet worden waren, konnte ein Techniker der Betreiberfirma später den weiterhin schwankenden Fahrkorb sicher auf dem Dach abstellen. Axel Manz, europaweit anerkannter Ausbilder für Höhenrettung, ordnet den Einsatz im Bericht der Feuerwehr ein.

"Meinem Wissen nach handelt es sich um die höchste Rettung im urbanen Raum, die bislang in Deutschland durchgeführt wurde. Die Einsatzkräfte haben genau die richtige Entscheidung getroffen, die beiden Arbeiter nach oben zu retten. Ein bei vergleichbaren Einsätzen häufig praktiziertes Ablassen nach unten wäre unter den herrschenden Windverhältnissen nicht sicher durchführbar gewesen. Chapeau Höhenrettung Frankfurt!"

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