• DWD warnt: Sturmtief "Nasim" fegt am Donnerstag (07.04.2022) über Deutschland
  • Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern sind möglich
  • Wetterdienst warnt für einige Regionen vor "unwetterartigen Mengen" an Regen
  • Ab Freitag dann viel Wind - Sturmstärke möglich
  • Meteorologe Dominik Jung: "Man kann fast schon das Schlauchboot rausholen"

Sturmtief "Nasim" sorgt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der zweiten Wochenhälfte für eine stürmische Zeit in Teilen Deutschlands. "Nasim" wird am Donnerstag (07.04.2022) ins Land ziehen. Kurzzeitig seien Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern möglich, sagte Felix Dietzsch vom DWD in Offenbach. Zudem werden zum Teil kräftiger Regen und einzelne Gewitter erwartet.

DWD warnt vor Sturmtief "Nasim": Dauerregen und Sturmpotential

"Nach dem schönen Frühlingsmärz ist das nun alles ein herber Absturz, genau zum Monatswechsel gab es auch einen echten Wetterwechsel", teilt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung mit. In dieser Woche "drehe das Wetter voll auf". Es gibt viele Wolken, immer wieder Regen und viel Wind, am Donnerstag auch Sturmpotenzial.

"Das ist keine schöne Wetterentwicklung", meint Jung. Außerdem muss Donnerstag und Freitag im Südwesten mit Dauerregen und steigenden Flusspegeln gerechnet werden. Vor allem der Süden Deutschlands ist von dem neuen Sturmtief am Donnerstag betroffen. Dort nimmt demnach der ohnehin schon kräftige Regen am Freitag noch einmal zu, hauptsächlich um den Schwarzwald herum.

Der Wetterdienst warnt für einige Regionen vor "unwetterartigen Mengen". Auch der Wind sei weiterhin ein Thema, der am Freitag in Alpennähe und eventuell noch weiter in Richtung Norden in Sturmstärke wehen werde.

Meteorologe Jung: "Regen ohne Ende" - bis zu 130 Liter pro Quadratmeter möglich

"Nach der Trockenheit im März, kann man hier und da fast schon wieder das Schlauchboot rausholen", sagt Jung. Besonders im Süden und Südwesten wird es sehr nass werden.

Bis Sonntagabend (10.04.2022) soll es "Regen ohne Ende" geben. Im Stau vom Schwarzwald können bis zu 130 Liter Regen pro Quadratmeter möglich sein. Daher bestehe die Gefahr eines mäßigen Hochwassers.

"Zwar können Bäche und Flüsse einiges aufnehmen, aber da ist dann gleich wieder des Guten zu viel", resümiert Jung. Mittendrin ist es aufgrund einer Luftmassengrenze auch noch kälter und es fällt etwas Schnee.

Mittwoch noch überwiegend trocken - ab Donnerstag zieht der Sturm auf

Doch zuvor bleibt es am Mittwoch (06.04.2022) bei Temperaturen zwischen 9 und 17 Grad noch überwiegend trocken. Am Nachmittag breiten sich jedoch in mehreren Regionen Schauer und Regen aus. Der Wind weht bereits frisch. Am Donnerstag bleibt es zwar weiterhin mild, doch der Sturm zieht gemeinsam mit Regen auf.

Im Norden wird es dem Wetterdienst zufolge bereits am Nachmittag besser, gebietsweise lockern die Wolken sogar auf. Davon kann in der Mitte und im Süden keine Rede sein: Dort lässt sich Dauerregen nieder, der auch am Freitag nicht abzieht. Zudem bleibt es windig. Vom Saarland bis zum Hochrhein gibt es örtlich Gewitter, in einigen Regionen des Mittelgebirges fällt Schnee

mit dpa