dm und Nivea testen Duschgel-Nachfüllstationen
Autor: Redaktion
Hamburg, Mittwoch, 12. August 2020
Die Drogeriemarktkette dm startet gemeinsam mit Nivea einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: Es werden Duschgel-Nachfüllstationen getestet. Dadurch soll Müll verhindert und die Umwelt geschützt werden.
Sind Duschgel-Nachfüllstationen die Zukunft? Die Drogeriemarktkette dm hat gemeinsam mit Nivea ein Pilotprojekt gestartet. Ziel ist ein nachhaltiger und umweltbewusster Verbrauch, bei dem nun auch die Kunden aktiv mitwirken können.
Wie aus einer Mitteilung der Drogeriemarktkette hervorgeht, können in vorerst drei dm-Märkten in Deutschland Duschgel-Flaschen an speziellen Automaten aufgefüllt werden.
dm und Nivea starten Duschgel-Nachfüllstationen: So funktionieren sie
Das Prinzip hinter den Nachfüllstationen sieht so aus: Zunächst kann eine leere Flasche an dem Automaten aufgefüllt werden. Dann wird ein Barcode gedruckt, der an der Kasse gescannt wird. Wer keine leere Shampoo-Flasche dabei hat, bekommt an der Nachfüllstation auch eine neue, wiederbefüllbare Flasche.
Wer an dem Testlauf teilnimmt, wird gebeten, seine Flaschen nach der dritten Befüllung auszutauschen. So können die Flaschen auf Qualität und Hygienestandards analysiert werden. Im Austausch für die Kooperation der Kunden erhalten diese dann eine neue Flasche sowie eine gratis Befüllung. Dann kann das Duschgel auch schon getestet werden - ob duschen jedoch morgens oder abends besser ist, lesen Sie hier.
Ein solches Nachfüll-Prinzip ist schon aus vielen Unverpackt-Läden bekannt. Auch der dm-Rivale Rossmann testete zu Beginn des Jahres ähnliche Automaten in einigen tschechischen Filialen. Nun soll die Idee auch Menschen in Deutschland in größerem Umfang für eine umweltbewusstere Plastikverwendung motivieren. Kunden haben also die Möglichkeit, aktiv an ihrem eigenen ökologischen Fußabdruck zu arbeiten.
Wo testen dm und Nivea die Nachfüllstationen?
Bislang gibt es neben den Nivea-Häusern drei dm-Läden, in denen das Projekt getestet wird. Zwei davon befinden sich in Hamburg, einer in der Nähe von Karlsruhe. "Die erste Projektphase ist auf sechs bis acht Monate ausgelegt", heißt es von Unternehmensseite.
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Konkret bedeutet das: Wird das Projekt von den Kunden akzeptiert, werden die Nachfüllautomaten Teil der nachhaltigen Unternehmensstrategie und folglich auch in deutlich mehr Filialen zu finden sein.