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Nach U-Bahn-Drama in Hamburg: Diebstahl an Gedenkstätte


Autor: Agentur dpa

Hamburg, Samstag, 31. Januar 2026

Am Donnerstag griff ein Mann in Hamburg nach einer Frau und stürzte sich mit ihr vor die U-Bahn. Eine Gedenkstätte erinnert an die Horrortat - nun wurde sie geplündert.
Einsatzkräfte der Polizei arbeiten am U-Bahnhof Wandsbek Markt. Nachdem in Hamburg zwei Menschen von einer einfahrenden U-Bahn überrollt worden und gestorben sind, ermittelt die Mordkommission.


Update vom 31.01.2026: Unbekannte stehlen Blumen von Gedenkstätte - Leitstelle macht Durchsage

Nach dem Verbrechen in einer Hamburger U-Bahnstation haben zwei unbekannte Personen die niedergelegten Blumen gestohlen, die an das Ereignis erinnern sollten. Gemäß einer Sprecherin der Hochbahn entwendeten sie in der Nacht zum Samstag die Blumen an einem eigens eingerichteten Gedenkort. Die Leitstelle forderte per Durchsage auf, das Stehlen zu unterlassen – doch die Täter ignorierten dies. Zuerst berichtete die Bild.

Am Donnerstagabend war es an der Station Wandsbek Markt zu dem Tod einer 18 Jahre alten Frau und eines 25 Jahre alten Mannes gekommen. Es bestehe der Verdacht eines Tötungsdelikts, sagte ein Sprecher der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen hätten sich beide am Donnerstagabend unabhängig voneinander auf dem Bahnsteig der Station Wandsbek Markt aufgehalten. Dann habe der Mann die Frau ergriffen und sich mit ihr vor die einfahrende U-Bahn gestürzt.

Zwei Tote an U-Bahn-Gleis in Hamburg: 18-Jährige und 25-Jähriger kannten sich wohl nicht

Die 18 Jahre alte Frau, die die iranische Staatsbürgerschaft besitzt, und der Mann aus dem Südsudan kannten sich ersten Erkenntnissen zufolge nicht, wie die Polizei mitteilte. Die Mordkommission ermittelt in alle Richtungen. Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen sollen weiter ausgewertet werden, hieß es.

Gemäß der Staatsanwaltschaft war der 25-Jährige bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten. Mehr könne sie dazu derzeit nicht sagen, fügte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft hinzu.

Ursprungsmeldung vom 30.01.2026: Mann stürzt sich mit Frau vor U-Bahn - Polizei nach Vorfall mit zwei Toten vor Rätsel

Rätselhafter Fall: Nach dem Tod einer 18 Jahre alten Frau und eines 25 Jahre alten Mannes auf den Gleisen einer U-Bahnstation in Hamburg ermittelt die Mordkommission. Es bestehe der Verdacht eines Tötungsdeliktes, sagte ein Sprecher der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen hätten sich beide am Donnerstagabend unabhängig voneinander auf dem Bahnsteig der Station Wandsbek Markt aufgehalten. Dann habe der Mann die Frau gegriffen und sich mit ihr vor die einfahrende U-Bahn gestürzt. 

Bei dem 25-Jährigen handele es sich um einen Südsudanesen. Die Nationalität der 18-Jährigen ist bislang nicht bekannt. Nach derzeitigen Erkenntnissen geht die Polizei nicht davon aus, dass sich die beiden kannten. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Heute sollen Videoaufnahmen ausgewertet und Zeugen befragt werden. Es werde alles getan, um an Informationen zu dem Vorfall zu kommen. 

Mann wirft sich mit junger Frau vor U-Bahn - was war eigentlich passiert?

Nach dem tödlichen Vorfall waren in der Nacht viele Rettungskräfte und Polizeibeamte in und vor der Station unterwegs. Polizisten sicherten die Eingänge ab, damit keine Unbefugten die Station betreten. Die beiden Toten wurden in der Nacht in Holzsärgen über die Rolltreppen aus dem U-Bahnhof gebracht. Zeuginnen und Zeugen des tödlichen Vorfalls wurden laut Polizei seelsorgerisch betreut.

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Am Morgen danach wiesen keine Spuren darauf hin, dass in dem U-Bahnhof in der Nacht zwei Menschen starben. Am Vormittag war auf den Bahnsteigen sowie den Zugängen zunächst keine Polizei zu sehen. Auch Blumen oder Kerzen lagen zunächst nicht am Bahnsteig oder im Bahnhof. 

Der U1-Verkehr zwischen den Haltestellen Wartenau und Wandsbek-Gartenstadt war wegen des Vorfalls zeitweise unterbrochen worden. Inzwischen ist die Linie U1 ist wieder normal unterwegs, wie aus der App des Hamburger Verkehrsverbundes hervorging.

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